(Tårnby) – Die Spenden stellen sicher, dass „Den Blå Planet“ (Der Blaue Planet) als Aquarium weitergeführt werden kann. „Den Blå Planet“ kann wieder langfristig denken und muss sich keine Sorgen mehr machen, ob der Bankrott das Aquarium und seinen Tierbestand akut bedroht. Denn mit Hilfe von Philanthropen und Förderern scheint die Touristenattraktion in der Kommune Tårnby rund 7 Kilometer südlich von København in den kommenden Jahren ihre Existenz gesichert zu haben.

Es liegt daran, dass drei der ursprünglichen Parteien, die hinter dem Bau aus dem Jahr 2013 stehen, jetzt 35 Mio. Kronen (4,704 Mio. Euro) sammeln und das Darlehen des Aquariums erweitern, wodurch der Betrieb bis 2022 sichergestellt wird. Der philanthropische Verein Realdania und die Knud Højgaard-Stiftung spenden insgesamt 35 Mio. Kronen für „Den Blå Planet“. Gleichzeitig verdoppelt die Kommune Tårnby ihre Bürgschaft für das Aquarium. Das schreibt „Den Blå Planet“t in einer Pressemitteilung.

„Wir sind Realdania, der Knud Højgaard-Stiftung und der Kommune Tårnby sehr dankbar, die mit dieser außerordentlichen Hilfe in schwierigen Zeiten für mehr Sicherheit in unserem Betrieb sorgen“, sagt Jon Diderichsen, Geschäftsführer von „Den Blå Planet“, und fährt fort: „Wir sind ein Unternehmensfonds und möchten uns sehr gerne selbst verwalten, und das können wir unter normalen Umständen tatsächlich tun. Aber wie bei anderen Aquarien stehen wir leider unter Druck durch sehr hohe feste Betriebskosten, die sich nicht ändern, egal ob wir offen oder geschlossen sind.“

Wie viele andere Kulturinstitutionen wurde auch das dänische Nationalaquarium in Kastrup im Jahr 2020 in Frage gestellt. Während der Frühjahrsschließung stand „Den Blå Planet“ unter so großem finanziellen Druck, dass sie um Hilfe von gemeinnützigen Institutionen baten, die rund 2,3 Millionen Kronen (309 Tsd. Euro) für die Kulturinstitution sammelten.

Diese Unterstützung wurde einige Monate lang mit Unterstützungsprogrammen des staatlichen Aquariums kombiniert, aber im Oktober gab es erneut schlechte Nachrichten vom Touristenmagneten. Dann sagte Jon Diderichsen, dass mangelnde Einnahmen durch rückläufige Besucherzahlen – insbesondere Touristen, die normalerweise 65 Prozent des Kundenstamms ausmachen – und eine große Stromrechnung die Existenz des „Den Blå Planet“ in so tiefes Wasser getrieben hätten, dass das Aquarium zum Jahreswechsel in Gefahr sei, geschlossen zu werden.

Im Moment ist „Den Blå Planet“ geschlossen – vorläufig bis zum 3. Januar 2021

.So wird es gehen, denn mit den Hilfspaketen des Staates und der jüngsten Wirtschaftshilfe wird die Haupttouristenattraktion über Wasser bleiben. Der Bürgermeister der Kommune Tårnby, Allan S. Andersen (Socialdemokraterne), freut sich. „In Tårnby sind wir unglaublich stolz darauf, eine so unverwechselbare Kulturinstitution wie „Den Blå Planet“, Dänemarks Aquarium, in unserer Kommune, zu haben – wir sehen es als kulturelles Wahrzeichen unserer Kommune. Deshalb ist es uns auch wichtig, dass wir jetzt weiter dazu beitragen, den Betrieb des „Den Blå Planet“ in dieser schwierigen Situation fortzusetzen“, sagt er.

Mit nur 550.000 Besuchern im Jahr 2019 war „Den Blå Planet“ Dänemarks am zweithäufigsten besuchte Tierattraktion – nur vom Københavnerne Zoo übertroffen.

Das Aquarium mit den über sieben Millionen Litern Wasser, Hunderten von Arten und Tausenden von Tieren wird zusätzlich zu den Spenden durch die Wirtschaft gerettet. Während Realdania 20 Mio. Kronen (2,688 Mio. Euro) beisteuert, mit der Möglichkeit weiterer 6 Mio. Kronen (806.407 Euro), wenn sich die Coronasituation für das Aquarium verschlechtert, unterstützt die Knud Højgaard-Stiftung mit 15 Mio. Kronen (2,016 Mio. Euro).

Die Lösung des Problems beinhaltet auch eine Änderung der Bürgschaft für „Den Blå Planet“, wobei die Kommune Tårnby und die Knud Højgaard-Stiftung ihre Bürgschaften jeweils auf 60 (8.064 Mio) bzw. 20 Mio. Kronen (2.688 Mio. Euro) verdoppeln. Realdania fungiert als Garant und dieses bietet die Möglichkeit, das Geld für die Operation freizugeben. Gleichzeitig bedeutet es, dass der Fonds hinter „Den Blå Planet“ seine Hypothekendarlehen um 20 Mio. Kronen (2.688 Mio. Euro) reduzieren kann.

Quelle: TV2 LORRY – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 17.12.2020

Foto: TV2 LORRY