(Kiel) – Mittwochabend nahmen Beamte des 3. Polizeireviers einen 17-Jährigen vorläufig fest, der im Verdacht steht, kurz zuvor zwei Tankstellenmitarbeiterinnen überfallen zu haben. Nach jetzigem Ermittlungsstand forderte der Tatverdächtige unter Vorhalt einer Pistole die Auszahlung von Bargeld und erbeutete eine geringe dreistellige Summe.

Gegen 20:30 Uhr habe der Tatverdächtige eine Tankstelle in der Adelheidstraße in Kiel betreten. Im Verkaufsraum habe er die Mitarbeiterinnen mit einer Schusswaffe bedroht. Die Tankstellenmitarbeiterinnen sollen Bargeld ausgehändigt haben. Mit diesem sei der 17-Jährige geflüchtet. Eine zivile Streifenwagenbesatzung nahm den Tatverdächtigen kurze Zeit später in Tatortnähe vorläufig fest. Dieser führte eine Sporttasche mit einem geringen dreistelligen Bargeldbetrag und einer Schreckschusswaffe bei sich.

Zum Tatzeitpunkt sollen sich zwei weitere Personen in dem Verkaufsraum aufgehalten haben. Bei einer Person, einem 17-Jährigen, besteht der Verdacht, dass er ebenfalls mit der Tat im Zusammenhang stehen könnte.

Die beiden vorläufig Festgenommenen wurden erkennungsdienstlich behandelt. Zudem durchsuchten Polizeibeamte auf Anordnung der Kieler Staatsanwaltschaft ihre Wohnungen und beschlagnahmten ihre Mobiltelefone.

Der Jugendliche mit der Schusswaffe kam zunächst ins Polizeigewahrsam. Am 17.12.2020 wurde er auf Anweisung der Staatsanwaltschaft nach umfassender Prüfung entlassen. Der zweite Jugendliche kam nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen bereits am Abend wieder auf freien Fuß und wurde an seine Erziehungsberechtigten übergeben.

Das Kommissariat 13 der Kriminalpolizei Kiel führt nun die Ermittlungen gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Kiel. Ob ein Zusammenhang zu einem gleichartigen Raub (siehe ots 201214.2) besteht, wird derzeit geprüft.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel vom 17.12.2020 um 13:49 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 17.12.2020

Foto: Archivbild