(Brüel) – In Brüel hat eine Bankmitarbeiterin am Donnerstag einen Telefonbetrug vereitelt und einer Rentnerin dadurch vor einem finanziellen Schaden in Höhe von 8.000 Euro bewahrt.

Vorausgegangen war ein sogenannter Schock-Anruf, den die Seniorin von einer unbekannten Frau erhielt, die sich als Staatsanwältin ausgab. So soll laut der vermeintlichen Staatsanwältin die Schwiegertochter der Rentnerin einen schweren Verkehrsunfall schuldhaft verursacht haben, bei dem angeblich ein Mensch ums Leben kam. Damit ihre Schwiegertochter die Weihnachtstage nicht im Gefängnis verbringen müsse, sollte die angerufene Rentnerin eine Kaution hinterlegen.

Letztlich einigte man sich am Telefon auf eine Summe von 8.000 Euro, die das Opfer jedoch erst von der Hausbank holen müsse. Damit der Schwindel aus Sicht der Betrüger möglichst unentdeckt bleibt, solle die Seniorin bei einer möglichen Nachfrage von Mitarbeitern der Hausbank nichts über den Verwendungszweck des Geldes sagen.

Als die Rentnerin daraufhin zu ihrem Geldinstitut ging, um das gefordert Geld von ihrem Konto abzuheben, wurde eine Bankmitarbeiterin misstrauisch. Insbesondere als die Rentnerin auf Nachfrage der Bankmitarbeiterin sagte, dass sie über den Verwendungszweck des Geldes nicht sprechen dürfe.

Wegen eines vermuteten Betrugsversuches, informierte die Angestellte des Geldinstitutes daraufhin die Polizei. Wie sich wenig später herausstellte, hatten tatsächlich Telefonbetrüger die Seniorin bedrängt, die letztlich durch den rechtzeitigen Anruf der Bankmitarbeiterin vor finanziellen Schäden bewahrt werden konnte.

Die Polizei rät: Derartige Schockanrufe sofort beenden und anschließend die leiblichen Verwandten, die Gegenstand des Telefonates waren, direkt anrufen. So lässt sich solch ein Vorfall am schnellsten aufklären. Im Zweifelsfall die Polizei sofort informieren!

Quelle: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Ludwigslust vom 18.12.2020 um 11:13 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 18.12.2020

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