(København) – Das Nationalmuseet (Nationalmuseum) in København will das Leben der Dänen während der Coronapandemie dokumentieren.

Schreiben Sie Tagebuchnotizen und haben Sie den Mut, diese zu mit anderen zu teilen? Dann sind Sie genau das, wonach das Nationalmuseet sucht. Das Museum fordert die Dänen nun auf, Berichte über das Leben während der zweiten Welle der Covid-19-Pandemie einzureichen. Insbesondere die Schließung von Kommunen im Dezember hat das Museum dazu veranlasst, erneut um Hilfe bei der Dokumentation der Erfahrungen mit Corona zu bitten.

„Als Nationalmuseet sind wir an den Veränderungen interessiert, die direkt vor unserer Nase stattfinden und die das ganze Jahr über stattgefunden haben“, sagt Løkke L. Pedersen, leitender Forscher am Nationalmuseet. „In einem Museum können wir es auch in eine längere Perspektive rücken und beispielsweise auf die spanische Grippe und Cholera zurückgreifen“, sagt er.

Das Nationalmuseet ist unter anderem in den Besitz einer großen Stickerei mit Worten und Motiven gelangt, die die Corona-Krise charakterisieren.

Bereits im Frühjahr, als die erste Schließung Dänemarks stattfand, bat das Nationalmuseet die Menschen, ihre Tagebücher und andere Effekte einzusenden. Bisher hat das Museum 300 Tagebucheinträge und 200 Objekte erhalten. Unter anderem wurde ein mit Koronaabdrücken bestickter Teppich abgegeben.

Und Løkke Pedersen vom Nationalmuseum hofft, dass viele wieder einen Beitrag leisten werden – insbesondere mit ihren Tagebüchern, die elektronisch über die Website des Museums eingereicht werden können. „Wir möchten, dass die Menschen diese seltsame Zeit, in der wir uns befinden, in Worte fassen. Alle Beiträge sind willkommen, sowohl von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen als auch von älteren Menschen aus dem gesamten Land, sagt er.

Auch das Roskilde Museum hat bereits Objekte angefordert, die die Geschichte der Coronakrise in Dänemark erzählen. Aus diesem Anlass gab es einen besonderen Appell an die Bürger in Roskilde, Lejre und Frederikssund.

Die große Stickerei
Während der Coronakrise wurden von Schulkindern, die nach Hause geschickt wurden, Perlenteller hergestellt.

Quelle: TV2 LORRY – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 19.12.2020

Fotos: TV2 LORRY