Um Mitternacht schloss Schweden seine Grenze zu Dänemark wegen des Coronavirus. Daraufhin wurden rund 30 Dänen am Dienstagabend an der schwedischen Grenze abgewiesen, nachdem Schweden um Mitternacht die Grenze zu Dänemark geschlossen hatte.

Ungefähr 20 Dänen wurden in Lernacken außerhalb von Malmö angehalten, zehn in Helsingborg. Dieses wird laut der Nachrichtenagentur TT von Pressesprecher Ewa-Gun Westford von der schwedischen Polizei angegeben.

An der Øresundbroen (Öresundbrücke) in Lernacken werden alle Fahrzeuge überprüft. Außerdem werden Züge aus Dänemark am Bahnhof Hyllie in Malmö und im Hafen von Helsingborg inspiziert. Ein Teil des Verkehrs nach Bornholm führt normalerweise über Schweden, wo die Fähre von Ystad nach Rønne fährt. Aber diese Möglichkeit wurde jetzt zu kurz vor Heiligabend geschlossen. Stattdessen müssen Reisende nach Bornholm fliegen oder mit der Fähre von Køge nach Rønne fahren. Sowohl die Fluggesellschaft DAT als auch Molslinjen haben daher zusätzliche Flüge bzw. Abfahrten auf beiden Strecken hinzugefügt.

Jesper Maack, Pressesprecher bei Molslinjen, sagt, dass der Reederei die Tickets aus den Händen gerissen werden. „Unsere Website war gestern Abend so stark unter Druck, dass sie kurzzeitig zusammenbrach“, sagt Jesper Maack.

Verkehrsminister Benny Engelbrecht (Socialdemokraterne) steht im Dialog mit der schwedischen Regierung darüber, ob es möglich ist, die Passage über Ystad offen zu halten, wie es während der Schließung im Frühjahr der Fall war. „Heute Morgen habe ich meinem schwedischen Ministerkollegen einen Aufruf zur erneuten Prüfung geschrieben“, sagt Benny Engelbrecht.

Die Schließung der Grenze durch die Schweden hat stattgefunden, um die Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus zu stoppen, die unter anderem auch in Dänemark gefunden wurde. Das Einreiseverbot gilt vorerst für einen Monat. Die Grenze steht weiterhin schwedischen Bürgern offen, die nicht daran gehindert werden, nach Hause zurückzukehren.

Quelle: TV2/Bornholm – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 22.12.2020

Foto: Archivbild