(Westensee) – Polizeitaucher haben heute im Bossee zwischen Westensse und Felde eine männliche Leiche entdeckt. Der Mann war am Sonntagabend zusammen mit einem weiteren Mann in einem Kanu gekentert, als sie einen auf dem Bossee schwimmenden Ponton mit Weihnachtsbaum darauf an einer Boje vertäuen wollten. Während der andere Mann schwimmend das Ufer erreichen konnte, gelang es dem zweiten Mann nicht.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es sich bei der Leiche um den Kanufahrer handelt, der seit Sonntag vermisst wurde. Der 39-Jährige war am Sonntagabend, als es bereits dunkel war, mit seinem 47-jährigen Begleiter in einem Kanu unterwegs gewesen. Die Männer wollten einen auf einem Ponton schwimmenden Weihnachtsbaum an einer Boje auf dem Bossee festmachen. Bei dem Manöver kenterte das Kanu, und die Kanufahrer stürzten ins Wasser.

Zwei Polizeitaucher entdeckten die Leiche am heutigen Dienstagvormittag in wenigen Metern Tiefe nahe dem Ufer, wo der Gekenterte zuletzt gesehen worden war. Vor dem etwa zehnminütigen Tauchereinsatz hatte ein mit Sonar ausgestattetes Polizeiboot den See abgefahren und die Leiche geortet.

Am Sonntag hatten etwa 90 Rettungskräfte der Feuerwehr, des Technische Hilfswerks, einer ASB Tauchereinheit aus Kiel, dem Rettungsdienst und der Polizei sowie ein Rettungshubschrauber mit Wärmebildkamera bis in den späten Abend vergeblich nach dem Vermissten gesucht.

Der Bossee ist direkt mit dem wesentlich größeren Westensee verbunden.

von

Günter Schwarz – 22.12.2020

Foto: THW Eckernförde