(Stralsund) – Im Zeitraum vom 22.12.2020 bis zum 24.12.2020 wurde die jüdische Gedenkstele im Hof des Johannisklosters in der Stralsunder Schillstraße durch unbekannte Täter verunstaltet.

Diese trugen ein nicht genau bestimmbares Schriftzeichen in schwarzer Farbe auf das Denkmal auf. Zudem wurden Erdanhaftungen an der Stele festgestellt, die in der Art der Ausprägung auf ein Gegentreten schließen lassen. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 100 Euro geschätzt.

Die Gedenkstele war 1988 in der Nähe der früheren Synagoge von Stralsund errichtet und später in den Hof des Johannisklosters versetzt worden, um an die Opfer der Pogrome am 9. November 1938 zu erinnern.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Tatgeschehen geben können, melden sich bitte im Polizeihauptrevier Stralsund unter 03831 28900, bei jeder anderen Polizeidienststelle oder über die Internetwache der Landespolizei unter www.polizei.mvnet.de.

Quelle: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Neubrandenburg vom 24.12.2020 um 03:35 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 24.12.2020

Foto: Archivbild