Das Abkommen über die Fischerei zwischen der EU und Großbritannien wird nach Ansicht des Fischereiverbandes Arbeitsplätze in Dänemark kosten. Die EU wird in einem neuen Abkommen über die künftigen Beziehungen, das die Parteien am Donnerstag vereinbart haben, einen zu hohen Preis zahlen, um in britischen Gewässern fischen zu dürfen. Dieses ist die Meinung von Kenn Skau Fischer, Geschäftsführers des dänischen Fischereiverbandes.

„Wir haben Zugang zu britischen Gewässern, aber der Preis für den Zugang ist zu hoch. Es liegt unter anderem daran, dass es sich um eine Vereinbarung mit einer begrenzten Laufzeit von 5,5 Jahren handelt“, sagt er. Laut Kenn Skau Fischer bedeutet das Abkommen, dass dänische Fischer ab dem 1. Januar ein Viertel der Fischereikontingente verlieren werden, die sie zuvor in britischen Gewässern hatten. Es werde in den kommenden Jahren viele Arbeitsplätze in dänischen Fischereihäfen kosten“, heißt es.

Wenn Sie sich das Abkommen und die Gerüchte ansehen, dass die EU mit 25 Prozent unserer Fänge in britischen Gewässern zahlen muss, die wir beispielsweise in diesem Jahr hatten, machen wir uns Sorgen, weil wir sofort denken, dass es sich als unangenehmer hoher Preis anhört.

„Es sind ziemlich große Zugeständnisse, die den Briten überlassen werden“, sagt er. Kenn Skau Fischer betont, dass es noch einen langen Text des 2.000 seitigen Abkommens gibt, der gelesen werden muss, um herauszufinden, welchen Preis die EU für den Zugang zu britischen Gewässern zahlen muss.

Das Fischereiabkommen war ein Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Es war eine Anforderung der EU, dass die Fischer in der EU nach den derzeitigen Regeln für die Zuteilung von Schlüsseln für Fangquoten weiterhin Zugang zu britischen Gewässern haben müssen, damit die Fischerei weitgehend so fortgesetzt werden kann, wie sie heute ist. Aber es hat sich nicht so ergeben, wie die Fischer gehofft hatten. Daher fordert der dänische Fischereiverband, dass politische Verhandlungen geführt werden, um die dänische Fischerei in Zukunft sicherzustellen. Die Verhandlungen müssen helfen, einige der Jobs zu sichern, die sonst verloren gehen würden.

Quelle: TV2 – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 25.12.2020

Foto: TV2