(København) – Um die Corona-Infektion zu verringern, senken die Behörden ab Mittwoch die Versammlungsobergrenze von 10 auf fünf Personen. Die Statsministerin Mette Frederiksen (Socislademokraterne) appelliert an die Menschen, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben.

Ab Mittwoch, den 06. Januar, werden die Behörden das Versammlungsverbot im öffentlichen Raum von 10 auf fünf Personen senken. Dieses erklärte die Statsministerin am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz aus dem Spiegelsaal in Christiansborg. „Wir sind wieder in einer sehr ernsten Situation“, sagte die Statsministerin.

„Gleichzeitig appellieren die Gesundheitsbehörden an uns Dänen, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben“, heißt es in dem Appell von Mette Frederiksen. „Vermeiden Sie es, sich mit anderen Personen als denen aus Ihrem Haushalt und Ihren Angehörigen zu treffen, und stornieren Sie alle Termine, die Sie können“, sagte Mette Frederiksen auf der Pressekonferenz.

Zusammen mit dem Versammlungsverbot im öffentlichen Raum wird nachdrücklich gefordert, nicht mehr als fünf Personen zu versammeln, einschließlich der Bewohner des eigenen Haushalts. Die strengeren Beschränkungen gelten bis zum 17. Januar, können jedoch verlängert werden. „Leider kann es notwendig sein, alle oder einige der Einschränkungen zu erweitern“, sagt Mette Frederiksen.

Die Gesundheitsbehörden erhöhen auch das Risiko im sogenannten Warnsystem auf Stufe 5. Das ist die höchste Stufe. Dieses bedeutet, dass es „eine weit verbreitete gesellschaftliche Infektion gibt und das Risiko besteht, dass die Behandlungskapazität in den Krankenhäusern überschritten wird“.

Bisher war das Land auf Risikostufe 4, die „weit verbreitete gesellschaftliche Übertragung und beginnenden Druck auf die Krankenhauskapazität“ abdeckt. Die Risikobewertung wird einmal pro Woche durchgeführt und ist ein Ausdruck dafür, wie hoch die Infektion im Land verbreitet ist.

Hier sind die neuen Einschränkungen:

  • Das Versammlungsverbot wird von 10 auf fünf Personen gesenkt. Sie tritt am Mittwoch, dem 6. Januar, in Kraft und ist bis zum 17. Januar gültig.
  • Die Gesundheitsbehörden empfehlen, dass alle Bürger den sozialen Kontakt auf maximal fünf Personen beschränken und dass sich nicht mehr als fünf Personen zu Hause treffen, einschließlich der Bewohner ihres eigenen Haushalts.
  • Gleichzeitig folgt ein „starker Appell“, alle Termine und Verabredungen bis zum 17. Januar zu kündigen.
  • Die Entfernungsanforderung ändert sich von einem auf zwei Meter. Dies gilt sowohl für Lebensmittelgeschäfte als auch im öffentlichen Raum.

Obwohl in den letzten Tagen sowohl von den Pädagogengewerkschaften FOA und BUPL als auch von mehreren syd- og sønderjyske (süd- und südjütische) Kommunen Empfehlungen gegeben wurden, dass Eltern ihre Kinder so weit wie möglich zu Hause lassen sollten, wird nicht von den Behörden angeordnet, Kinderkrippen und Kindergärten zu schließen. Laut Statsministerin Mette Frederiksen fiel die Entscheidung, die Kindertagesstätten offen zu halten, da immer noch viele Berufsgruppen zur Arbeit erscheinen müssen.

„Wir bitten nicht nur Pädagogen, zur Arbeit zu gehen. Dieses gilt auch für öffentliche Verkehrsmittel, Reinigung, Rettungsdienste, Gesundheitspersonal usw. Die Kindertagesstätten sind von entscheidender Bedeutung, denn wenn wir die Kinderbetreuung schließen, gibt es Mitarbeiter, die sich nicht um ihre Kinder kümmern können“, sagte sie.

Der Direktor der Sundhedsstyrelsen (Gesundheitsbehörden) fügte hinzu, dass Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren nicht zur Risikogruppe gehören. „Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren verbreiten die Infektion seltener und infizieren sich weniger damit. Es ist nicht so, dass sie nicht infiziert werden können, aber sie sind nicht so exponiert und nicht so stark vom Virus betroffen“, sagte der Direktor des Sundhedsstyrelsens, Søren Brostrøm.

Der Gesundheitsminister Magnus Heunicke sagte: „Die britische Virusvariante wird die dominierende in Dänemark sein. Seit Ende Oktober ist es verboten, mehr als zehn Personen zu Veranstaltungen zusammenzubringen, und es wurde empfohlen, sich nicht mehr in Privathäusern zu treffen. Die Empfehlung, die Versammlungsobergrenze weiter zu senken, kommt, nachdem die neue britische Virusvariante, Cluster B117, Dänemark erreicht hat.“ Laut Gesundheitsminister Magnus Heunicke ist diese Mutation weitaus ansteckender als die anderen Varianten und wird voraussichtlich ab Mitte Februar die dominierende Virusvariante sein.

Daten aus England haben gezeigt, dass die englische Variante 50-74 Prozent ansteckender ist als die bekannte Variante des Coronavirus. „Eine neue und beunruhigende Entwicklung der Pandemie hat uns getroffen. Die britische Mutation im Coronavirus, die eine besonders ansteckende Version ist“, sagte Statsministerin Mette Frederiksen auf der Pressekonferenz.

In einer Zeit mit mehreren Einschränkungen gibt es auch Licht am Ende des Tunnels“, sagte der Direktor der dänischen Arzneimittelbehörde. Die dänische Arzneimittelbehörde erwartet, dass der Impfstoff von Moderna in den nächsten Tagen in der EU zugelassen wird. Die Behörde geht auch davon aus, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA in den kommenden Monaten Anträge auf Zulassung von mehreren weiteren Herstellern erhalten wird. Dieses wird die Impfung der Bevölkerung noch im Winter und im Frühling beschleunigen. „Dann haben wir ein ganzes Arsenal an Waffen gegen diese Virus-Bestie, und im Sommer werden wir genug haben, um den gesamten erwachsenen Teil der Bevölkerung Impfstoffe anbieten zu können“, sagte der Direktor der dänischen Arzneimittelbehörde Thomas Senderovitz.

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 05.01.2021

Fotos: TV SYD