Die Region Syddanmark (Süddänemark) hat den größten Anteil, der mit der britischen Coronavariante B.1.1.7 infiziert ist. Die Region Midtjylland (Mitteljütland) hat die zweithöchste, zeigt eine neue Aussage des Statens Serum Instituts.

Die besonders ansteckende britische Corona-Variante B.1.1.7. ist innerhalb der Landesgrenzen in der Region Syddanmark am weitesten verbreitet. Es zeigt einen neuen Status für die Entwicklung der Corona-Variante in Dänemark, die vom Statens Serum Institut, SSI, festgestellt wurde. Die Zahlen im Bericht zeigen, wie viele Fälle von B.1.1.7. in Proben unter den in der 1. Woche in den Regionen durchgeführten Coronatests gefunden wurden.

Dem Bericht zufolge waren 15 Personen, die in der 1. Kalenderwoche in der Region Syddanmark einem Coronatest unterzogen wurden, mit B.1.1.7 infiziert. Das entspricht 9,0 Prozent der in der Stichprobe getesteten Personen und ist mehr als in jeder anderen Region.

Im ganzen Land wurden in 53. Kalenderwoche 12 Personen positiv auf die britische Corona-Variante getestet, und mit 15 Fällen ist die Region Syddanmark in Bezug auf Anteil und Anzahl am stärksten betroffen. Dieses ist die zweite Woche in Folge, in der die Region diesen Platz eingenommen hat – wenn auch mit einer rückläufigen Anzahl infizierter Menschen.

In der 53. Woche wurden 18 Fälle der britischen Corona-Variante von 52 landesweit in Syddanmark registriert. Die Region Midtjyllland hat mit sieben Fällen und einem positiven Prozentsatz mit B.1.1.7. mit 5,1 der zweithöchste Anteil, der in Woche 1 mit B.1.1.7 infiziert wurde, während die infektiöse Variante in der Region Nordjylland (Nordjütland) am wenigsten verbreitet ist, wo sie nur in Tests von 1,1 Prozent gefunden wurde.

Diese Woche verwendet TestCenter Denmark eine neue Testmethode, um eine breitere und schnellere Überwachung von Virusvarianten wie B117 zu erreichen. Der Test heißt Delta-pcr und überprüft alle positiven Proben in den öffentlichen Testzentren. Mit dem neuen Test wird die Infektionserkennung nun Bürgern mitgeteilt, die zu einem viel früheren Zeitpunkt mit einer mutierten Corona-Variante infiziert wurden. Bisher dauerte es bis zu mehreren Wochen, bis der Infektionsnachweis darüber informiert wurde, dass eine Person mit einer mutierten Corona-Variante infiziert war.

Gleichzeitig führt die Regierung ein Verfahren ein, um Infektionsketten für diejenigen zu stoppen, die mit der ansteckenden Mutation infiziert sind. „Der Infizierte wird nach einer Liste enger Kontakte gefragt, die mit Ratschlägen zur Isolierung kontaktiert werden. Bei Bedarf sei es unter anderem möglich, ihn in ein Hotel zu isolieren“, sagt Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Socialdemokraterne). Er sagt auch, dass mehr Menschen in der Infektionserkennung beschäftigt sein werden.

Die britische Mutation ist 50-74 Prozent ansteckender als das übliche Coronavirus.

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 14.01.2021

Foto: TV SYD