Die Einschränkungen der Corona-Ära verleiten viele Menschen, die den Mut dazu haben, in die Natur zu gehen. Sie können sich auch auf Houens Odde in der Nähe von Kolding an der Natur erfreuen.

Hier war das Interesse gestern so groß, dass die Zufahrten blockiert werden mussten. Seit mehr als Tausenden von Jahren – seit der Ertebølletiden von 5200 – 4200 v. Chr. (Die Erbsenbullenzeit) – gibt es auf Houens Odde in der Nähe von Kolding mehr als eine Handvoll von Menschen. Aber es gab selten so viele wie jetzt mitten in der Corona-Krise.

Das schöne und friedliche Naturgebiet gehört den KFUM-Spejderne (CVJM = Christlicher Verein Junger Menschen), und diese sind es gewohnt, die Landzunge mit anderen naturliebenden Dänen zu teilen. Aber es sind ziemlich ungewöhnliche Mengen von Besuchern, die gerade jetzt kommen. „Wir nennen sie Corona-Touristen“, sagt Karsten Vilken Mulvad, Center Manager im Houens Odde Spejdercenter.

„Zu Ostern im letzten Jahr haben wir festgestellt, dass so viele Menschen gekommen sind, dass diejenigen, die sich dann entschieden haben, die Straße zur Landzunge entlang zu gehen, von den vielen vorbeifahrenden Autos enorm gestört wurden. Auch die Anzahl der Parkplätze ging zur Neige. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen direkt auf der Landspitze“, sagt der Center-Manager.

Die vielen Natursuchenden und ihre ebenso vielen Autos brachten die Vereinmitglieder dazu, eine Maßnahme vorzunehmen, von dem der Verein sonst weit entfernt ist. Es wurden Verbotsschilder und eine Kette auf der Straße angebracht, und so blockierten man den Autoverkehr. „Wir haben es geschafft, dass wir in Stensgården eine Kette gezogen haben. Hier ist ein großer Parkplatz, den wir gerne nutzen würden, bevor die Besucher hinaus in die Natur gehen, denn wir möchten den Menschen immer noch die Möglichkeit geben, die Natur zu erleben“, sagt Karsten Vilken Mulvad, der an einem der Weihnachtstage vor über 100 geparkten Autos auf dem Parkplatz sprach.

Die überwiegende Mehrheit der vielen Naturbesucher akzeptiert auch, dass sie das Auto verlassen und stattdessen ihre Beine und den „Roggenbrotmotor“ verwenden müssen, um bis zur Landzunge zu gelangen. Das Positive überwiegt dabei dem Negativen Die Naturstyrelsen (Naturschutzbehörde) ist sich ebenfalls des großen Booms der Naturbesucher unter den Coronabedindungen bewusst. Rasmus Christiansen, Förster bei der Naturstyrelsen im Trekantområdet (Dreiecksland = Städtedreieck zwischen Kolding, Vejle und Fredericia), hat in letzter Zeit eine Reihe weiterer Gäste in den Wäldern angetroffen.

Förster Rasmus Christiansen freut sich, dass viele Menschen die Natur genießen.

„Es war am deutlichsten in der warmen Jahreszeit, in der viel gelaufen und spazieren gegangen wurde. Viele der Orte, die normalerweise bei Menschen beliebt sind, wurden von doppelt so viele Leuten besucht. Es gibt auch einige Orte, die Menschen kennen – zum Beispiel Syvårssøerne in Frederikshåb Plantage – hier haben wir ebenso einen großen Boom erlebt“, sagt Rasmus Christiansen, der sich auch über die vielen Menschen freut, die die Natur in der Corona-Krise besuchen.

„Wir waren positiv überrascht, wie gut es dort draußen läuft. Aber es gibt immer Leute, die sich nicht an die Spielregeln halten. Zum Beispiel gibt es etwas mehr zurückgelassene Abfälle, und es gibt Menschen, die an Orten Feuer machen, an denen sie es nicht dürfen, anstatt die dafür vorgesehenen Orte zu nutzen. Und dann kann es auch etwas zu viele streunende Hunde geben. Aber wir ärgern uns nicht über die hohen Besucherzahlen. Bei vielen Menschen in der Natur wirkt das absolut positiv“, sagt Rasmus Christiansen.

In Houens Odde sind auch die neuen Coronatouristen willkommen. Auch hier ist man den Umgang mit großen Menschenmengen nicht ungewohnt. Aber es ist in der Regel mit arrangierten Pfadfinderlagern verbunden, was die Grundlage an Aktivitäten für das Gebiet bildet.

„Zum Beispiel im Jahr 2019, als im August neben allen anderen Gästegruppen gleichzeitig 1.500 deutsche Pfadfinder zu Besuch waren. Es gab wahrscheinlich bis zu 2.000 Menschen auf der Landspitze. Und der Ort kann das tatsächlich gut aufnehmen, wenn die vielen Gäste sonst vernünftig handeln. Und das ist einer der Gründe, warum es wichtig war, den gesamten Autoverkehr zu verbannen. So kann jeder ein gutes Naturerlebnis erleben“, sagt Karsten Vilken Mulvad

„Als Pfadfinder wollen wir nur dazu beitragen, gute Erfahrungen in der Natur zu machen. Das ist einer der Hauptzwecke der Pfadfinderbewegung“, sagt er.

Guter Rat für die Fahrt in die Natur

  • Halten Sie Abstand zu anderen – suchen Sie einen anderen Ort auf, wenn viele Menschen anwesend sind.
  • Denken Sie daran, dass der Hund für andere Besucher und die wilden Tiere immer an der Leine sein muss.
  • Tun Sie der Natur und den anderen Besuchern einen Gefallen und nehmen Sie Ihren Müll mit nach Hause.
  • Denken Sie an vernünftiges Schuhwerk. Ein guter Waldspaziergang wird leicht sauer, wenn die Füße nass sind.
  • Zünde niemals ein Feuer im Waldboden an. Machen Sie nur an ausgewiesenen Plätzen ein Lagerfeuer.

Quelle: Naturstyrelsen

Tolle Orte, um den Ausflug in die Natur zu beginnen

  • Voresnatur.dk Auf der Website „voresnatur.dk“ gibt es viele Inspirationen für eigene Naturerlebnisse. Hier finden Sie Rezepte für Picknicks, Tipps zum Kajakfahren und vieles mehr.
  • Udinaturen.dk Auf „udinaturen.dk“ finden Sie eine umfassende Karte mit Wanderwegen, Lagerfeuerplätzen, Wäldern mit kostenlosen Zeltparkplätzen und vielem mehr.
  • NST.dk/naturguider Auf der Website der Naturstyrelsen (Naturschutzbehörde) finden Sie digitale Leitfäden mit detaillierten Beschreibungen und Tipps für über 200 staatliche Naturgebiete.
  • https://fishingindenmark.info/ Eine brandneue Website mit vielen Angeboten zu guten Angelplätzen und guten Tipps für den Einstieg in das Angeln.

Quelle: Naturstyrelsen

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 17.01.2021

Fotos: Naturstyrelsen