Die Region Syddanmark (Süddänemark) führt jetzt neue Maßnahmen ein, um die Infektion der englischen Coronavariante einzudämmen. Mitarbeitern mit Patientenkontakt werden einmal pro Woche Tests angeboten.

Die Region Syddanmark ist die Region, in der derzeit die meisten Fälle der englischen Coronavariante Cluster B.1.1.7 auftreten. Dieses zeigen die neuesten Zahlen des Statens Serum Instituts. In derr 1. Woche wurden 15 positive Proben der Variante in der Region Syddanmark gefunden. Dieses entspricht neun Prozent der vom Statens Serum Institut durchgeführten syddanske (süddänischen) Proben.

In Woche 53 des vergangenen Jahres waren es in der Region Syddanmark 5,8 Prozent. „Das sind sicherlich Zahlen, die wir ernst nehmen. Deshalb reagieren wir auch sofort und führen in unseren Krankenhäusern weitere Maßnahmen ein, die zur Eindämmung der Infektion beitragen müssen. Cluster B.1.1.7 ist eine hoch ansteckende Variante, und wir tun alles, um die Ausbreitung von Infektionen in den Krankenhäusern zu verhindern“, sagt Kurt Espersen, Gesundheitsdirektor aus der Region Süddänemark, in einer Pressemitteilung.

Bisher wurden den Mitarbeitern Tests entweder alle zwei oder sechs Wochen angeboten, je nachdem, ob sie einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind oder mit einer schutzbedürftigen Patientengruppe arbeiten. Ab dieser Woche werden Mitarbeitern mit Patientenkontakt jedoch einmal pro Woche Tests angeboten.

Darüber hinaus wird die Infektionserkennung intensiviert. Wurden zuvor zwei oder drei infizierte Personen in eine Krankenstation eingeliefert, bevor es als Infektionsausbruch angesehen wurde, ist jetzt nur noch eine infizierte Person erforderlich, bevor eine umfassende Infektionserkennung gestartet werden kann. Gleichzeitig werden Ausbrüche mit häufigen Tests täglich oder jeden zweiten Tag auf den Stationen, auf denen eine Infektion festgestellt wurde, intensiver nachverfolgt.

Die Region arbeitet auch daran, bereits in dieser Woche eine sogenannte Genomsequenzierung von Tests durchführen zu können, damit die Region selbst feststellen kann, ob ein positiver Test ein Cluster B.1.1.7 ist oder nicht. Tests in der Region Syddanmark können heute nur feststellen, ob es sich um eine Corona-Variante handelt, nicht aber um welche Variante.

„Es wird etwas schneller sein, eine Antwort darauf zu erhalten, ob es sich um die ansteckende englische Variante handelt, wenn wir selbst die Möglichkeit haben, die Analysen durchzuführen. Dieses gibt uns die Möglichkeit, die Entwicklung der Cluster B.1.1.7-Variante genauer zu verfolgen“, sagt Kurt Espersen.

Die Genomsequenzierung findet im Universitätsklinikum Odense und im Krankenhaus Lillebælt in Vejle statt.

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 17.01.2021

Foto: TV SYD