(Rendsburg) – Am gestrigen Abend des 21.01.2021 fiel um 21:20 Uhr einer Funkstreifenwagenbesatzung des Polizeibezirksreviers Rendsburg ein PKW Audi in der Schleswiger Chaussee in Rendsburg auf.

Die Beamten entschlossen sich zu einer allgemeinen Verkehrskontrolle und gaben dem Fahrzeugführer des PKW Audi deutliche Anhaltezeichen. Diese wurden jedoch von dem 30-jährigen Fahrzeugführer missachtet, und er versuchte, durch rücksichtslose Fahrweise und stark überhöhter Geschwindigkeit sich der Kontrolle zu entziehen. Auch mittlerweile eingerichtete Straßensperren durch weitere eingesetzten Funkstreifenwagen missachtete der 30 jährige Fahrer rücksichtlos, er fuhr auf Polizeibeamte zu, um diese zu überfahren, rammte mehrere Streifenwagen und flüchtete auf der K 1 weiter Richtung Alt Duvenstedt.

Versuche, den flüchtenden Audi durch Abdrängen zum Stehen zu bringen, schlugen zunächst fehl. Schließlich lenkte der Audi Fahrer sein Fahrzeug bei der Anschlussstelle Owschlag auf die BAB 7 Richtung Süden und setzte dort seine Flucht mit hoher Geschwindigkeit fort. Auch auf der A 7 rammte der 30-jährige Fahrer einen Streifenwagen und drängte diesen in die Mittelschutzleitplanke. Kurz hinter der Anschlussstelle Büdelsdorf konnte der Audi dann von mehreren Streifenwagen kurzfristig gestoppt werden.

Der Beschuldigte ergab sich aber nicht, sondern fuhr gegen die Streifenwagen, die den Audi eingekeilt hatten. Polizeibeamten setzen daraufhin ihre Schusswaffen ein und schossen gezielt auf die Reifen des PKW Audi. Obwohl hierdurch einer der Reifen beschädigt wurde, schaffte der Beschuldigte es, sein Fahrzeug entgegengesetzt auf der A 7 zurück zur Auffahrt Büdelsdorf als Geisterfahrer zu lenken. Er fuhr an dieser Auffahrt auf die B 203, wo es schließlich weiteren Streifenwagen gelang, den flüchtenden Audi in einen Graben in Höhe Borgstedtfelde zu drängen.

Der 30-jährige Beschuldigte verriegelte die Türen, die eingesetzten Polizeibeamten mussten die Scheibe der Fahrertür einschlagen. Unter Einsatz von Reizgas konnte der äußerst aggressive Mann schließlich festgenommen werden.

Den Mann erwartet jetzt eine Anzeigen wegen diverser Straftaten, unter anderem wird ihm der versuchte Totschlag gegen Polizeibeamte vorgeworfen. Es wurden bei dieser Verfolgungsfahrt eine Polizeibeamtin leicht verletzt, sie erlitt Prellungen im Armbereich.

Weiterhin wurden insgesamt vier Streifenwagen zum Teil erheblich beschädigt. Der Gesamtschaden dürfte die 50.000 Euro deutlich überschreiten.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Neumünster vom 22.01.2021 um 11:21 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 22.01.2021

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