Der Minister für Einwanderung und Integration Mattias Tesfaye (Socialdemokraterne) ist der Ansicht, dass insbesondere die Einwanderung aus dem Nahen Osten Integrationsprobleme verursacht. „Dänemark darf sich nicht an den Islam anpassen. Der Islam muss sich an Dänemark anpassen“, sagt der Minister für auswärtige Angelegenheiten und Integration, in einem Interview mit „Jyllands-Posten“.

Er glaubt, dass „ein großer Teil des Islams heute von Islamisten vertreten wird“, und deshalb wird er versuchen, den Islamismus in Dänemark mit einer Reihe von Gesetzen einzudämmen. Der Minister sagt, dass die „zweite Runde“ des Integrationskampfes begonnen hat. Ihm zufolge begann die erste Runde der neunziger Jahre mit dem Versuch, den Zustrom zu stoppen und die Zahl der Asylbewerber niedrig zu halten.

Er betrachtet die Einwanderung aus dem Nahen Osten als Problem. Laut Mattias Tesfaye besteht der nächste Teil darin, die antidemokratischen Werte zu bekämpfen, die einige Einwanderer aus muslimischen Ländern nach Dänemark gebracht haben. „Einer der Gründe, warum Integration so lahm fortschreitet, ist, dass jemand absichtlich und systematisch dagegen gearbeitet wird, indem bestimmte Werte unter Muslimen hier in Dänemark gefördert werden“, sagt er zu Jyllands-Posten.

Wenn man sich nicht in die Diskussion stürzt, wird es immer weiter Integrationsherausforderungen geben, glaubt er. Mattias Tesfaye macht kein Geheimnis daraus, dass er die Einwanderung aus dem Nahen Osten als ein Problem in Bezug auf die Integration ansieht. Wenn es keine Einwanderung aus dem Nahen Osten gäbe, hätte er keinen Job als Integrationsminister, denn dann würde es einfach keine Arbeit für ihn geben, glaubt er.

Die Rhetorik stößt bei den Unterstützungsparteien Enhedslisten und die linksliberale Radikale Venstre auf Skepsis. Die Sprecherin der Einwanderungsbehörde, Rosa Lund (Enhedslisten), ist der Ansicht, dass Tesfaye mehr darüber sprechen sollte, dass viele dänische Muslime sich um ihre Arbeit kümmern und Steuern zahlen.

Kristian Hegaard, der Sprecher der Radikale Venstre für auswärtige Angelegenheiten, möchte lieber darüber sprechen, wie mehr Einwanderer in Bildung und Beruf kommen. In diesen Wochen werden Vorschläge im Folketing geprüft, die den extremistischen Islamismus bekämpfen sollen, um bei den Muslimen in Dänemark Fuß zu fassen.

Laut Jyllands-Posten wird eine Mehrheit unter anderem negative soziale Kontrolle mit psychischer Gewalt gleichsetzen und die Strafe für Imame und Prediger erhöhen, die Frauen gegen ihren Willen in Ehen halten.

Quelle: TV2 – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 22.01.2021

Fotos: TV2