Die Anzahl von Asylbewerbern ist laut der sozialdemokratischen Statsministerin Mette Frederiksen von enormer Bedeutung, die weniger Asylsuchende in Dänemark aufnehmen will und womit sie die restriktiktive Politik der ausländerfeindlichen Parteien aus dem populistischen Lager wie der Dansk Folkeparti (Dänische Volkspartei) und der Nye Borgerlige (Neue Bürgerliche) teilt.

Statsministerin Mette Frederiksen strebt an, dass genau null Asylbewerber nach Dänemark kommen. Sie sagte das am Freitag in der Halle des Folketings. „Das ist unser Ziel. Natürlich können wir darüber kein Versprechen abgeben, denn wir können kein Versprechen von Null-Asylbewerbern geben, aber wir können die Vision festlegen, die wir auch vor den Wahlen gemacht haben, nämlich, dass wir ein neues Asylsystem wollen, und dann tun wir, was wir können, um es einzuführen“, sagt sie.

Im vergangenen Jahr wurden 1.547 Asylbewerber in Dänemark registriert. Dieses ist die niedrigste Zahl seit 1998, als die Berechnung der Zahlen auf die derzeitige Weise begann. Die Zahlen des letzten Jahres waren weniger als ein Zehntel der Zahl im Jahr 2015, als 21.316 Asylbewerber registriert wurden. Es war das Jahr, in dem Flüchtlinge und Migranten in sehr großer Zahl nach Europa kamen.

Die Statsministerin bekräftigt im Folketing, dass die Politiker der Vergangenheit einen schwerwiegenden Fehler gemacht haben, weil sie zu wenig Forderungen an die Ausländer gestellt haben, die hierher gekommen sind. Zum Beispiel in Bezug auf die Tatsache, dass sie selbst aktiv werden und die dänischen Werte übernehmen. Sie führt aus, dass die Zahl sowohl für Dänemark als auch für den Erfolg der Integration des Einzelnen eine enorme Bedeutung hat. „Wir müssen sicherstellen, dass nicht zu viele Menschen in unser Land kommen, sonst kann unsere Kohäsionskraft nicht existieren. Sie ist bereits herausgefordert“, sagt sie.

Quelle: TV2 – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 22.01.2021

Fotos: TV2