(København) – Es war die Gruppe „Men in Black“, die am Samstagabend in København hinter der Demonstration gegen die Coronarbeschränkungen der Regierung stand. Die Polizei in Schutzkleidung stürmte am Samstag eine Kundgebung und entfernte Hunderte von Demonstranten mit Lastwagen.

Nach Angaben der Polizei wurden inzwischen fünf Personen festgenommen. Die fünf wurden während der Nacht wieder freigelassen, aber sie werden in dem Fall immer noch angeklagt. Die Polizei teilt TV 2 mit, dass die Demonstration anfangs größtenteils ruhig war, aber nach 20:00 Uhr änderte sich der Charakter, und unter anderem wurden Dosen und Kanonenschläge auf die Polizei geworfen.

Erst etwas mehr als 23:00 Uhr konnte die Ruhe wiederhergestellt werden. An der Demonstration nahmen zunächst zwischen 400 und 500 Personen teil. Nach der Auflösung der Demonstration wollten nach Angaben der Polizei 70 bis 100 Personen nicht nach Hause gehen. „Sie strebten eindeutig eine Konfrontation mit der Polizei an“, sagte der stellvertretende Polizeiinspektor Lars Karlsen am frühen Abend gegenüber TV 2.

Die Polizei versuchte, die Ereignisse bei der Demonstration unter Kontrolle zu halten.
70 bis100 Demonstranten wollten nicht nach Hause gehen, nachdem die Polizei die Demonstration am Freitagabend aufgelöst hatte.

Wegen der Unruhen drängte die Polizei die Menschen in die H.C. Ørsted Vejs und in die Rosenørns Alle

Die Gruppe „Men in Black“ veranstaltet eine Demonstration in København.

Vor der Demonstration hatten die „Men in Black“ angekündigt, sie hätten eine ruhige Demonstration erwartet. Das haben sie auf Facebook geschrieben. Auf Facebook hat die Gruppe auch geschrieben, dass sie „immer wieder gesehen hätten, wie der gesunde Menschenverstand ignoriert wird“, wenn es um Einschränkungen geht und um die Ausbreitung der Infektion mit dem Coronavirus in Dänemark zu verringern.

„Uns fehlt ein langfristiger Plan und eine Strategie! Wir müssen alternative Lösungen für eine vollständige Sperrung finden“, schrieb die Gruppe nach der Veranstaltung.

Polizei und Organisatoren erwarteten eine ruhige Demonstration am Samstagabend.

„Men in Black“ hatten schon zuvor Demonstrationen in Aalborg und København organisiert, die mit Unruhen und mehreren Festnahmen endeten. Sie fanden am 9. Januar statt, als insgesamt 23 Personen festgenommen und sieben später in Untersuchungshaft genommen wurden.

Ebenfalls am 19. Dezember organisierte Men in Black eine Demonstration in København. Hier haben die Teilnehmer umfangreichen Vandalismus begangen, indem sie unter anderem Hauswände und Schaufenster mit Graffiti beschmiert hatten.

Auf der Facebook-Seite der Gruppe heißt es, dass sich die Teilnehmer und Mitglieder unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung versammeln und „für die Freiheit Dänemarks“ marschieren.

Quelle: TV2 – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 24.01.2021

Fotos: TV2