(Dragør) – Nachdem in dem tragenden Gerüst beginnende Fäulnis und Pilze gefunden wurden, war es möglich, eine erhebliche Unterstützung für die Renovierung des charakteristischen Wahrzeichens von Dragør Havn – des Lotsenturms – zu erhalten.

Der idyllische Hafen von Dragør südlich von København mit seiner maritimen Atmosphäre ist eine Hauptattraktion für die Bürger, Besucher und Touristen der Stadt. Daher war es auch eine ungewöhnlich traurige Entdeckung, die die Kommune im vergangenen Jahr gemacht hat. Bei einer routinemäßigen Überprüfung der Holzarbeiten im Hafen wurden Hinweise im tragenden Teil des Baus des mehr als 100 Jahre alten Lotsenturms des Hafens gefunden.

Der 1912 erbaute Lotsenturm gilt als Wahrzeichen der Stadt in Dragør. Wie es heißt – charakteristisch, hoch aufragend – und mit Blick auf das Meer, symbolisiert er die Geschichte einer Seestadt und der Lotsen in Dragør.

Der 1912 erbaute Lotsenturm von Dragør soll für eine halbe Million Kronen (67.200 Euro) renoviert werden, die von A.P. Møller-Stiftung kommen.

Im 18. und 19. Jahrhundert beherbergte Dragør die zweitgrößte Handelsflotte des Landes. Der Kommune war sich daher bewusst, dass eine Lösung gefunden werden musste, wenn der historische Lotsenturm vor dem Verfall gerettet werden sollte.

„Es ist nicht lustig, dass unser Wahrzeichen verfault. Aber das ist natürlich der Zahn der Zeit, und wir wussten auch, dass die Zeit früher oder später kommen würde“, sagt Bürgermeister Eik Bidstrup (Venstre / Rechsliberale Partei). Aber wie Sie wissen, ist gute Rat teuer.

Die geschätzten Kosten für die Renovierung belaufen sich auf knapp eine halbe Million Kronen (67.200 Euro). Und da die Kommune Dragør, wie Sie wissen, keinen Geldbaum zur Ernte hat, mussten andere Quellen in Betracht gezogen und gesucht werden.

Dragørs Bürgermeister Eik Bidstrup (Venstre) hatte ein kleines Problem, da klar war, dass das Wahrzeichen der Stadt von Fäulnis und Pilzen bedroht ist.

Im Sommer letzten Jahres kam die Kommune zu dem Schluss, dass sie einen Antrag auf Unterstützung bei der A.P. Møller-Stiftung einreichen sollten. Für diejenigen, die die Geschichte der Stadt nicht kennen, muss gesagt werden, dass die Stiftung nicht zufällig ausgewählt wurde. Der bekannte Schiffsretter und Unternehmer Arnold Peter Møller, der 1912 eines der wahrscheinlich größten Kronjuwelen der dänischen Geschäftswelt gründete, wurde in St. Magleby bei Dragør im Jahre 1876 geboren.

A.P. Møller war erst etwa acht Jahre alt, als die Familie Dragør verließ. A.P. Møller besuchte aber späteroft seine Familie in Dragør, und mehrere Schiffe der Maersk-Flotte haben ihren Heimathafen in Dragør. Der Name des Reeders lebt noch in Dragør.

Angesichts der lebendigen maritimen Geschichte der Stadt sah die Kommune den Antrag daher als eine gute Ergänzung in Bezug auf das Renovierungsprojekt an. Der Antrag wurde im August versandt, und im Dezember wurde bekannt gegeben, dass der Stiftungsrat die Renovierung des Pilotenturms mit insgesamt 475.000 Kronen (63.800 Euro) unterstützen würde.

Aber auch der Lotsenturm ist eine Schande wert, so die Einstellung von Kirsten Palsmar. Sie lebt seit 40 Jahren in der Stadt und begrüßt die Neuigkeiten. „Ich finde es toll. Es ist eine der wichtigsten historischen Erinnerungen aus der Geschichte von Dragør“, sagt Kirsten Palsmar.

Kirsten Palmer freut sich zu hören, dass der Pilotturm erhalten bleibt.

Darüber, dass es jetzt der berühmte, verstorbene Sohn der Stadt ist, der eine finanziell helfende Hand in Form der A.P. Die Møller-Stiftung reicht, freut sich auch über Bürgermeister Eik Bidstrup. Er saß am Ende des Tisches, als der Finanzausschuss zuvor die Zusage für die Gewährung der ungefähr eine halbe Million Kronen von A.P. Møller-Stiftung verlas. „Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt zusammen mit dem guten finanziellen Fundament die Möglichkeit haben, den Lotsenturm zu reparieren. Es erinnert uns daran, dass Dragør einst die führende Seestadt und eine große Hafenstadt in Dänemark war. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir es im Nachhinein auch in unseren Sehenswürdigkeiten behalten und unseren Enkelkindern und ihren Kindern die Geschichte erzählen können“, sagt er.

Dieses ist nicht das erste Mal, dass der Lotsenturm renoviert werden muss. Der Turm wurde 1960 restauriert und erst 2010 wurde ein Teil einer der vier Beine ersetzt.

Hier ist eine Nahaufnahme eines Beins des Turmes.

Technisch gesehen umfasst die vorgeschlagene Renovierung ein Bein und einen großen Teil des horizontalen Holzes. Zu diesem Zweck werden sowohl Gerüste als auch Krane benötigt. Außerdem muss die gesamte Konstruktion neu gestrichen werden. Es wird erwartet, dass die Zimmerleute und örtlichen Handwerker des Hafens die Renovierung im Laufe dieses Jahres durchführen werden.

Quelle: TV2 LORRY – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 24.01.2021

Foto: TV2 LORRY