Den Wasserwerken des Landes wird nun empfohlen, die Chemikalie zu überwachen, die in 219 von 247 Grundwasserproben enthalten ist. Im Grundwasser wurde eine neue Chemikalie gefunden, die bisher nicht überwacht wurde. Dieses wird von der dänischen Umweltschutzbehörde angegeben.

Es ist Trifluoressigsäure (TFA), die in 219 von 247 untersuchten Grundwasserbrunnen im ganzen Land gefunden wurde. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass der Stoff ein Gesundheitsrisiko darstellt, aber den Wasserwerken des Landes wird jetzt empfohlen, den Stoff zu messen.

Umweltministerin Lea Wermelin (Socialdemokraterne) sagt in einer Pressemitteilung, dass sie „besorgt ist, dass an so vielen Stellen in unserem Grundwasser eine neue Chemikalie gefunden wurde“. „ Das Trinkwasser muss sicher sein. Deshalb habe ich sofort darum gebeten, dass wir eine dänische Gesundheitsbewertung erhalten und dass wir das Trinkwasser in allen Kommunen untersuchen lassen“, sagt Lea Wermelin.

Umweltministerin Lea Wermelin (Socialdemokraterne)

Die dänische Umweltschutzbehörde wird die Angelegenheit bei einem Treffen am Mittwoch mit den Akteuren im Bereich der Wasserversorgung erörtern. Nach Angaben der dänischen Umweltschutzbehörde zeigen Studien aus Deutschland, China und den USA, dass TFA als Abbauprodukt aus Kältemitteln von Klimaanlagen und Treibmitteln aus Sprühdosen gebildet werden kann.

Es gibt es keinen unmittelbaren Hinweis darauf, dass Pestizide die Quelle sind. „Es gibt Hinweise darauf, dass wir in eine andere Richtung schauen sollten als in der Landwirtschaft. Bei einer derart gleichmäßigen Verbreitung von TFA ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass die Quelle in erster Linie Pestizide sind. Aber wir prüfen diese Möglichkeit natürlich auch“, sagt der Büroleiter der dänischen Umweltschutzbehörde Rasmus Moes in einer Pressemitteilung.

Die Chemikalie wurde in geringen Konzentrationen gefunden. Die höchste Konzentration betrug 2,4 Mikrogramm pro Liter, und in 97 Prozent der Proben betrug die Konzentration 1 Mikrogramm pro Liter oder weniger. Es wurde noch keine Gesundheitsgrenze für die Menge an TFA im Trinkwasser festgelegt. Die deutschen Behörden fordern jedoch eine Begrenzung der Trinkwasserkonzentration auf 10 Mikrogramm pro Liter.

VORSICHT: Chemikalien können aus Kältemitteln und Sprühdosen stammen

Obwohl der Stoff TFA in vielen Grundwasserproben gemessen wurde, betrachten die Behörden ihn nicht als Gesundheitsrisiko.

Im Zusammenhang mit einer laufenden Massenuntersuchung des Grundwassers hat die dänische Umweltschutzbehörde eine Chemikalie entdeckt, die bisher nicht überwacht wurde.

Die chemische Trifluoressigsäure (TFA) wurde in 219 von 247 analysierten Grundwasserproben im ganzen Land gefunden.

Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass mit dem in geringen Konzentrationen vorkommenden Stoff ein Gesundheitsrisiko besteht.

  • Die dänische Umweltschutzbehörde schätzt, dass TFA aus vielen verschiedenen Quellen stammen kann.
  • Beispielsweise kann es aus der Zersetzung von fluorierten Kältemitteln stammen, die in Klimaanlagen, Kühlsystemen und Wärmepumpen verwendet werden, oder aus Treibmitteln in Sprühdosen.
  • Diese Substanzen können in der Atmosphäre zu TFA abgebaut und dann über das Regenwasser auf Oberflächenwasser und Boden verteilt werden, wonach es ins Grundwasser gelangen kann.
  • Somit gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Stoff aus Pestiziden in der Landwirtschaft stammt.
  • TFA wurde auch in anderen EU-Ländern sowohl im Grundwasser als auch im Regenwasser und im Meerwasser gefunden.
  • Die deutschen Behörden empfehlen, die Konzentration im Trinkwasser unter zehn Mikrogramm pro Liter zu halten.
  • Die höchste Konzentration der in diesem Land gefundenen Substanz beträgt 2,4 Mikrogramm pro Liter.
  • In 97 Prozent der Proben betrug die Konzentration 1 Mikrogramm pro Liter oder weniger.
  • Auf der Grundlage von Einschätzungen der deutschen Behörden hat die dänische Agentur für Patientensicherheit festgestellt, dass die aktuellen Ergebnisse in Dänemark kein Gesundheitsrisiko darstellen.

Die Entdeckung durch TFA erfolgte im Zusammenhang mit einer Massenuntersuchung des Grundwassers, die die dänische Umweltschutzbehörde durchgeführt hat. Der Vorstand wird die Angelegenheit bei einem Treffen am Mittwoch mit den Akteuren im Bereich der Wasserversorgung erörtern.

Quelle: TV2 ØSTJYLLAND – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 27.01.2021

Foto: TV2 ØSTJYLLAND