(Buddikate) – Gleich zweimal waren Lübecker Kontrollbeamte des Hauptzollamts Kiel im Kampf gegen Drogenkriminalität erfolgreich. Am 25. Januar 2021 endete in den frühen Abendstunden auf dem Rastplatz Buddikate vorübergehend die Drogenfahrt für zwei Fahrzeuge.

Zunächst kontrollierten die Zöllner ein mit zwei Insassen besetztes Fahrzeug. Nachdem der Fahrer das erste Haltesignal der Beamten missachtete, konnte er auf dem LKW-Parkplatz zum Stehen gebracht werden. Er komme aus Hamburg und habe dort als Betreiber eines Handyshops Zubehör erworben. Verbotene Gegenstände wie Waffen oder Drogen habe er und sein Beifahrer nicht dabei, gab er gegenüber den Zollbeamten an. Obwohl er zwischenzeitlich auf Anordnung der Beamten seine Taschen geleert hatte, fanden die Zöllner in der rechten Jackentasche eine Tüte mit weißem Inhalt. Einer der beiden Herren gab zu, dass es sich um 40 Gramm Kokain handele. Er sei selber süchtig und kein Dealer und benötige es zum Eigengebrauch.

Nach Feststellung der Personalien sowie Sicherstellung des Kokains konnten sie ihre Fahrt fortsetzten.

Bei einer der nächsten Kontrollen waren die Zöllner allerdings maßgeblich auf die Mithilfe von Drogenspürhund „Bella“ angewiesen. Den Angaben zufolge waren die beiden 19-jährigen Insassen auf dem Weg nach Neumünster. Dort wollten sie sich ein Handy kaufen. Waffen, Drogen und sonstige verbotene Gegenstände hätten sie nicht dabei. Während der anschließenden Kontrolle wurde einer der Beiden zusehends nervöser und aggressiver und versuchte, die Kontrolle zu stören. Das hatte seinen Grund. Nachdem die Zöllner im Wageninneren einen leichten Marihuana Geruch wahrnahmen, kam Drogenspürhund „Bella“ zum Einsatz. Und das mit Erfolg. An der Kofferraumverkleidung zeigte „Bella“ durch „einfrieren“ das Versteck von Rauschgift an. Hinter der Verkleidung fanden die Beamten ca. 60 Gramm Marihuana. Trotz umfangreicher Vernehmungen konnte das Rauschgift keinem der Beiden zugeordnet werden. Nach Sicherstellung des Rauschgifts und Fertigung entsprechender Anzeigen konnten sie ihre Fahrt anschließend fortsetzten.

Weitere Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hamburg-Dienstsitz Kiel

Zusatzinfo: 1) „einfrieren“ ist ein antrainiertes Anzeigeverhalten des Hundes (Einfrieren an der Geruchsquelle). Dieses signalisiert dem Frauchen/Herrchen, dass sich dort, wie in diesem Fall, Drogen befinden könnten. Zollhunde mit ihrem ausgeprägten Spürsinn sind ein unerlässlicher Helfer der Zöllner*innen im Kampf gegen Schmuggel von Drogen, Tabak, Bargeld usw. Insgesamt unterstützen 14 Zollhunde die Kolleginnen und Kollegen des Hauptzollamts Kiel bei der täglichen Arbeit. So sind sowohl deutsche und belgische Schäferhunde als auch Labradore von Flensburg bis Lübeck. Die Ausbildungszeit beträgt je nach Umfang gute zwei Jahre.

Quelle: Pressemitteilung des Hauptzollamts Kiel vom 29.01.2021 um 11:18 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 29.01.2021

Fotos: Hauptzollamt Kiel