(Kolding) – Der Eigentümer eines fynsk (fünischen) Elektrizitätsunternehmens und ein Angestellter von Lego wurden vom Gericht in Kolding in einem schweren Betrugsfall gegen Lego für schuldig befunden.

Einer wird für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis gehen, während der andere für zwei Jahre und sechs Monate eingesperrt sein wird. Dieses Urteil wurde vom Gericht in Kolding am Montagmorgen verkündet.

Bei der Anklage ging es um Betrug in Höhe von insgesamt 17 Millionen Kronen (2,286 Mio. Euro), und die Staatsanwaltschaft behauptete, die beiden Männer hätten die Dividende untereinander geteilt. Einer der Angeklagten war bei der Spielzeuggruppe Lego beschäftigt, während der andere beschuldigt wurde, eine Elektrizitätsgesellschaft auf Fyn (Fünen) zu besitzen. Von dieser Firma erhielt Lego eine Reihe von Rechnungen, auf denen die Preise in die Höhe geschossen waren oder auf denen die abgerechneten Arbeiten überhaupt nicht durchgeführt wurden, so die Staatsanwaltschaft.

Beispielsweise wurde bei Lego eine Rechnung mit dem Text „Ersatz des Lampenbestands KLM Stufe 2“ für insgesamt 612.500 Kronen (82.350 Euro) abgerechnet. Der tatsächliche Preis für den Dienst lag jedoch nicht über 98.551,25 Kronen (13.250 Euro), heißt es in der Anklageschrift. Der Betrug begann 2009 und dauerte bis November 2016 an, und der Fall geriet ins Rampenlicht der Behörden geriet, weil sich Lego selbst einschaltete.

Der Fall begann im November vor Gericht und wurde seitdem in mehreren Gerichtsverhandlungen beigelegt. Beide Angeklagten haben sich bei den Verhandlungen nicht schuldig bekannt. „Nein, die Arbeiten, die in Rechnung gestellt wurden, wurden erledigt“, behauptete stets der Eigentümer des Elektrizitätsunternehmens.

Im November hieß es, dass in dem Fall Beschlagnahmen in Höhe von 4,8 Mio. Kronen (645.400 Euro) vorgenommen worden seien, zu der es eine erhebliche Lücke zu den 17 Millionen Kronen gibt. Wo der Rest des Geldes geblieben ist, weiß der damalige Sonderstaatsanwalt Klaus Meinby Lund nicht.

Quelle: TV2 – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 01.02.2021

Foto: TV2