(Maribo) – Das Museum Lolland-Falster arbeitet daran, die beliebte LOLA-Ausstellung steinzeitlicher Funde auf Lolland zu erweitern. „Es war ein Erfolg. Jetzt erweitern wir die Ausstellung und finden weitere Funde“, klingt es von Marie Brinch, Museumsinspektorin im Museum Lolland-Falster und Koordinatorin des Diözesanmuseums in Maribo, in dem die LOLA-Ausstellung untergebracht ist.

Die fast einjährige Ausstellung zeigt in jeder Hinsicht überraschende DNA-Funde eines steinzeitlichen Mädchens im Zentrum – DNA, die aus einem 6.000 Jahre alten Stück Kaugummi geschält wurde, das ebenfalls ausgestellt wurde.

Nachdem die Ausstellung im Frühsommer 2020 ihre Türen geöffnet hatte, wurde sie mit fast 8.000 Besuchern sofort ein Hit auf Lolland. Dieses ist eine Steigerung von 847 Prozent gegenüber der Besucherzahl des Diözesanmuseums im Jahr 2019 – und deshalb möchte das Museum den Besuchern jetzt ein besseres Erlebnis bieten.

„Als wir zu seiner Zeit bei der Augustinus-Stiftung die Mittel beantragten, stellten wir fest, dass es sich um eine Ausstellung handelt, die sich ständig ändern muss. Es muss geändert werden und Raum für neue Entdeckungen und die Verbreitung neuer Forschungsergebnisse schaffen. Gleichzeitig ist es kein Geheimnis, dass wir den Besuchern angesichts des großen Erfolgs etwas Besonderes bieten wollen – hier in Form eines etwas größeren Raums“, sagt Marie Brinch.

Es ist der ehemalige „weiße Raum“, der sich jetzt erweitert. „In dem neuen Raum wollen wir mehr Platz für die ziemlich einzigartigen Fußabdrücke schaffen, die ein Erwachsener und ein großes Kind hinterlassen haben, die einst in Rødbyhavn an einem Fischzaun entlanggingen. Wir bekommen das jetzt viel besser kommuniziert. Gleichzeitig möchten wir einige der auf Lolland und Falster gemachten Bernsteinfunde zeigen – und wir können jetzt hier im Raum den Rahmen dafür schaffen“, sagt sie.

Hier baut das Museum den neuen Raum in der LOLA-Ausstellung.

Das Museum wurde wie der Rest des kulturellen Lebens in Dänemark geschlossen, aber das Museum hat die Corona-Schließung zum Wiederaufbau verwendet. Eine Änderung des Bereichs hatte somit keine Konsequenzen für die Gäste. „Aus der Corona-Schließung ist etwas Gutes geworden. Wir hatten Zeit, es richtig zu machen. Der neue Teil der Ausstellung wird mit der gleichen Szenografie in guter Weise mit dem alten verbunden. Und wir haben viele Funde“, sagt sie.

Allein die umfangreichen Ausgrabungen in Rødbyhavn im Zusammenhang mit dem Bau vom Fehmarnbelttunnel haben rund 300.000 Funde aus der Steinzeit hervorgebracht. Natürlich ist nur ein sehr kleiner Teil davon in der LOLA-Ausstellung ausgestellt.

Die Erweiterung der Ausstellung wird voraussichtlich abgeschlossen sein, wenn die Museen wiedereröffnet werden dürfen. Wann das passieren wird, ist noch unbekannt.

Quelle: TV2 ØST – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 05.02.2021

Fotos: Museum Lolland-Falster