(København) – In København sind am gestrigen Samstagabend Hunderte Menschen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie auf die Straße gegangen. Die Kundgebung wurde von der Gruppe „Men in Black“ organisiert.

Unter den rund 600 Demonstrierenden, die sich bei klirrender Kälte mit Fackeln vor dem Folketing in København versammelten, waren auch Kinder. Sie protestierten insbesondere gegen einen geplanten CoV-Impfpass, mit dem Geimpfte die Möglichkeit zum Reisen und möglicherweise auch Zugang zu Restaurants, Kultur- oder Sportveranstaltungen bekommen sollen.

Die Polizei löste die Demonstration auf, nachdem dort zu Gewalt aufgerufen wurde. Die Polizei nahm 18 Personen fest. Sie wirft den Festgenommenen Angriffe gegen Polizeibeamte und Störung der öffentlichen Ruhe vor.

In Dänemark sind seit Mitte Dezember die Schulen sowie Restaurants, Bars und die meisten Geschäfte geschlossen. Im Januar hatte die Regierung den Teil-Lockdown bis Ende Februar verlängert. Morgen, am Montag dem 08. Januar, dürfen allerdings die Grundschulen wieder öffnen, so dass zumindest den Klassen 0 bis 4 ein Präsenzunterricht geboten werden kann.

von

NDR – 07.02.2021

Foto: Archivbild