Am Freitagabend sperrte Facebook eine dänische Gruppe mit rund 10.000 Abonenten, die sich dafür aussprach ab Montag Geschäfte und Einzelhandel wieder zu öffnen. Laut Peter Münster, dem Leiter der Facebook-Kommunikation skandinavischer Länder habe die Gruppe insbesondere deswegen die Grenzen überschritten, da behauptet wurde, dass die Coronakrise eine Täuschung sei. Laut Facebook-Regularien sei es nicht gestattet, Informationen zu verbreiten, die gesundheitsschädliche Auswirkungen haben können. Zum Abgleich solcher Informationen konsultiert Facebook unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sobald es zu schädlichen Informationen käme, würden diese entfernt, betont Münster.

Nach der Sperre entstanden zwei nahezu identische Gruppen, die schon am Freitagabend rund 2600 Abonenten hatten.

Wir Selbstständigen haben genug von dieser falschen Pandemie, weshalb wir Dänemark am 15. Februar 2021 wieder eröffnen. Restaurants, Geschäfte. Alles in ganz DK «, heißt es in der Beschreibung der Gruppe.

Peter Münster sagt, dass auch diese beiden Gruppen eventuell von Facebook entfernt werden, wenn Sie wiederholt gegen die Richtlinien verstoßen.

Auch in Deutschland formiert sich harte Kritik an den Maßnahmen und die verheerenden Auswirkungen für Kleingewerbe und Kultur.

Laut einer Umfrage der Handelsorganisation rechnen rund 75% der Gewerbetreibenden und Kulturbetriebe mit einer dauerhaften Pleite im spätestens 2. Quartal 2021. Eine solche Entwicklung wird das Gesicht von Innenstädten und Kulturleben nachhaltig verändern. Perspektiven und die rasche Zahlung bereits zugesagter Hilfsgelder wären mehr als angemessen und nötig.