Anke Rehlinger (SPD) regte an, im Saarland ein Webeverbot zu verhängen, nachdem keine Produkte mehr beworben werden dürfen, die nicht zu herkömmlichen Lebensmitteln zählten. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter sorgte diese Nachricht für prompte und harsche Kritik an dieser „Verbotskultur“. Rehlinger betonte nachtträglich: „Es geht um zB Discounter, die jetzt massiv bspw für Blumen, Mode, Sportartikel werben, während der Einzelhandel noch immer geschlossen hat. Weil Selbstverpflichtung nicht eingehalten wurde, wird Werbung für Aktionsware jetzt untersagt.“

Der Ansatz hat tatsächlich einen positiven Effekt. Während Kleingewerbe und Fachhandel durch den Lockdown geschlossen bleibt, bieten Franchise-Fillialunternehmen und Discounter all jene Produkte als Aktionen an, für die man sonst in der Innenstadt bummeln würde. Jede Hose oder jedes Radio, welches als „Aktion“ bei ALDI oder Lidl gekauft werden würde, würden Kunden dann entsprechend nicht im Kleingewerbe-Fachhandel nach der Öffnung kaufen.