(Kiel) – Mehrere Hinweise aus der Bevölkerung nahmen Beamte des 4. Polizeirevers am Montagabend zum Anlass, eine Kneipe im Kichenweg in Augenschein zu nehmen. Das Verhalten mehrerer Personen, die dort ein und aus gingen, bestätigte bei den Beamten den Verdacht, dass in der Kneipe mit Betäubungsmitteln gehandelt werden könnte.

Die von der Staatsanwaltschaft Kiel am selben Abend angeordnete Durchsuchung führt zur vorläufigen Festnahme eines 44-Jährigen wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln. Der Mann befindet sich nach der Vorführung am Amtsgericht Kiel seit Dienstag in Untersuchungshaft.

In der näheren Vergangenheit waren mehrere Hinweise auf dem 4. Polizeirevier eingegangen, dass in einer Kneipe im Kircheweg mit Betäubungsmitteln gehandelt werden könnte. Mehrere Beamte begaben sich daraufhin am Montagabend, gegen 21:00 Uhr, zu der von den Hinweisgebern benannten Kneipe und beobachteten das Treiben vor Ort. Schon nach kurzer Zeit zogen sie die gleichen Schlüsse, wie die Hinweisgeber. Mehrere Personen hatten die Kneipe, die nicht für den Gaststättenbetrieb geöffnet war, betreten und nach wenigen Minuten wieder verlassen.

Die Kontrollen von drei Männern im Alter von 31, 35 und 42 Jahren, die sich kurzzeitig in der Gaststätte aufgehalten hatten, erhärteten den Verdacht der Beamten. Gegen die Männer fertigten die Einsatzkräfte Anzeigen wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln.

Die gewonnenen Erkenntnisse teilten die Beamten der Staatsanwaltschaft Kiel mit. Eine Bereitschaftsstaatsanwältin ordnete daraufhin die Durchsuchung der Gaststätte an.

Die gegen 22:30 Uhr durchgeführte Durchsuchung mit drei Streifenwagenbesatzungen des 4. Polizeireviers und zwei Hundeführern des Polizeibezirksreviers mit einem Rauschgiftspürhund führte zur Festnahme eines 44-Jährigen, der im Verdacht steht, aus der Kneipe heraus mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Nach jetzigem Ermittlungsstand ist der Mann dort angestellt.

In den Räumlichkeiten fanden die Durchsuchungskräfte unter anderem ca. 50 Konsumeinheiten Heroin, zwei Feinwagen, mehrere Smartphones und einen mittleren dreistelligen Bargeldbetrag, die sie sicherstellten.

Den 44-Jährigen brachte eine Streifenwagenbesatzung zunächst ins Polizeigewahrsam. Die am Dienstag von der Ermittlungseinheit Straßendeal des Kommissariats 17 der Bezirkskriminalinspektion Kiel vorbereitete und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel durchgeführte Vorführung am Amtsgericht Kiel mündete für den 44-Jährigen in einen Untersuchungshaftbefehl. Er befindet sich jetzt in einer Justizvollzugsanstalt.

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Kiel vom 03.03.2021 um 12:58 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 03.03.2021

Foto: Archivbild