Die Überreste des Meteoriten, den viele Bürger im November auf Sjælland (Seeland) gesehen haben, wurde jetzt in Schweden gefunden. Und es ist ein überraschend großer Stein. Es ist schwarz, sieht aus, als wäre es von einem Drachenfeuer verbrannt worden und wiegt volle 14 Kilo.

Wissenschaftlern ist es gelungen, die Überreste des Meteoriten zu finden, der am 7. November 2020 um 19:30 Uhr den Himmel über weite Teile Sjællands beleuchtete und als rot-orangefarbener Feuerball am Himmel sichtbar war.

Die Finder des Steins, Andreas Forsberg (links) und Anders Zetterqvist, mit dem einzigartigen Fund, dem Eisenmeteoriten aus Ådalen in Schweden Foto: Andreas Forsberg / Anders Zetterqvist / Naturhistoriska riksmuseet / TV 2 ØST

Zu dieser Zeit löste der Meteor eine große Anzahl von Anrufen bei den Behörden aus – unter anderem kontaktierten einige Bürger sogar die Streitkräfte, nachdem sie den Feuerball gesehen hatten. „Nach Angaben der Bürger war er einige Sekunden lang am Himmel sichtbar“, erklärte Lars Skjoldan vom Verteidigungskommando zu der Zeit gegenüber TV2 ØST.

Bereits an diesem Tag konnte Anton Norup Sørensen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Niels-Bohr-Institut der Universität København, erklären, dass der Meteor offenbar um Uppsala in Schweden niedergekommen war. Und es stellte sich jetzt heraus, dass es wahr ist.

In der Nähe von Ådalen in Enköping, nur 35 Kilometer von Uppsala entfernt, wurden einige Fragmente des Meteors gefunden. Nur ein kleiner Teil erreichte die Erde. „Die Reste stammen von einem Eisenmeteoriten, und einer der Reste ist aufgrund seiner Größe besonders überraschend. Er wiegt bis zu 14 Kilo“, sagt das Naturhistoriska Riksmuseet (Schwedisches Naturkundemuseum) in einer Pressemitteilung.

Hier bezeichnen sie den Fund als einzigartig. Basierend auf Spuren auf dem Stein versuchen die Wissenschaftler seine Reise durch die Atmosphäre nachzubilden. Es stellt sich heraus, dass nur ein sehr kleiner Teil des ursprünglichen Meteors tatsächlich die Erde getroffen hat. Als der Stein auf die Atmosphäre traf, hatte er nach den Berechnungen der Forscher ein Gewicht von etwa neun Tonnen. Davon erreichte nur ein Bruchteil die Erdoberfläche.

Die Forscher betonen jedoch, dass sich möglicherweise noch mehrere Teile des großen Felsens in der Gegend verstecken.

Quelle: TV 2 ØST – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 03.03.2021

Fotos: Andreas Forsberg / Anders Zetterqvist / Naturhistoriska Riksmuseet / TV 2 ØST