Rund 2.000 Mädchen mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund in Dänemark leben in Angst, beschnitten zu werden, wie ein behördlicher Bericht zeigt.

Obwohl sie in Dänemark leben, wo es eine Straftat ist, Mädchen zu beschneiden, laufen mehrere tausend Mädchen Gefahr, beschnitten und somit verstümmelt zu werden.

Es schreibt das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE, das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen) in einer Anfang Februar veröffentlichten Studie, die die Online-Medien CPH Post zitieren.

Laut EIGE laufen 11 bis 21 Prozent der Mädchen in Dänemark, die in der 1. oder 2. Generation aus Ländern stammen, in denen die Beschneidung von Mädchen weit verbreitet ist, Gefahr, der brutalen religiösen Praxis ausgesetzt zu sein, bei der die Klitoris ganz oder teilweise entfernt wird (sogenannte FGM-Länder, d. h. Länder, in denen weibliche Genitalverstümmelung praktiziert wird, Hrsg.). Das entspricht derzeit zwischen 1.408 und 2.568 Mädchen in Dänemark.

Unter den Asylbewerbern sind somit rund 37 Prozent der Mädchen von einer Beschneidung bedroht.

Mädchen aus Ländern wie Somalia, Irak und Iran sind besonders gefährdet. In diesen drei Ländern ist die Beschneidung von Frauen weit verbreitet, und alle drei Länder haben relativ große Gemeinschaften in Dänemark.

Es ist wichtig, sich als Gesellschaft ganz deutlich gegen solche Bräuche zu positionieren. Auch wenn diese gern unter den Scheffel einer Religionsfreiheit gestellt werden sollen und mögliche Kritik oft als sog. „Islamophobie“ abgewunken wird.