(Rønne / Esbjerg) – Wenn das unter der Flagge Luxemburgs fahrende Windkraftanlagenschiff „Vole au Vent,“ das derzeit im Hafen von Rønne ein- und ausfährt und laut einer Reihe von Einwohnern in Rønne in diesen Wochen erhebliche Lärmbelästigungen in der Stadt verursacht, in Zukunft den Hafen von Esbjerg anlaufen will, muss es zuvor untersucht werden, Zuerst muss die Lärmemission des dieselelektrisch betriebenen Schiffes geprüft und dokumentiert werden.

Es liegt daran, dass vorläufige Messungen der Kommune Esbjerg gezeigt haben, dass es Probleme mit dem Geräuschpegel des Schiffes geben kann. Nicht nur auf Bornholm hat das Windkraftanlagenschiff „Vole au Vent“ einer Reihe von Bürgern Unannehmlichkeiten bereitet. Ein Bericht, den die Verwaltung der Kommune Esbjerg in diesem Sommer dem Planungs- und Umweltausschuss der Kommune vorlegte, zeigt, dass die Bewohner der Hafenstadt in Vestjylland (Westjütland) unter anderem auch mit Lärm von dem betreffenden Schiff konfrontiert waren.

Im November 2018 leitete die Kommune Esbjerg eine Lärmmessung von insgesamt fünf Schiffen ein, die sich zu diesem Zeitpunkt im Hafen von Esbjerg befanden. Dieses geschah, weil die Kommune 30-40 Beschwerden über Lärm vom Hafen erhalten hatte.

Die Untersuchungen der Kommune Esbjerg ergaben keine Möglichkeit, gegen drei der untersuchten Schiffe vorzugehen. Im Fall der „Vole au Vent“ bedeuteten die Messungen der Kommune jedoch, dass das Schiff sich darauf freuen kann, auf weitere Messungen zur Dokumentation des Lärms gefasst zu sein, wenn es wieder den Hafen von Esbjerg anlaufen wird.

Es war nicht möglich, ein Interview mit der Kommune Esbjerg über die Untersuchung der „Vole au Vent“ zu erhalten, aber in einer schriftlichen Antwort der technischen und ökologischen Abteilung der Kommune heißt es: „Unsere Studie hat gezeigt, dass der Lärm vom Schiff nachts die Lärmgrenzwerte in nahe gelegenen Wohnungen überschreiten kann. Dieses liegt daran, dass festgestellt wurde, dass das Geräusch deutlich hörbare Töne enthält. (…).“

Da die Messungen zeigten, dass das Geräusch deutlich hörbare Töne enthält, muss es näher untersucht werden. Eine akkreditierte Messung ist gemäß den geltenden Rechtsvorschriften erforderlich. TV 2 / Bornholm konnte am Freitag berichten, dass eine große Anzahl von Rønne-Bewohnern in diesen Wochen aufgrund eines durchdringenden, niederfrequenten, rumpelnden Geräusches an den Rand des Wahnsinns getrieben wurde, als die „Vole au Vent“ einige Tage im Zusammenhang mit dem Verschiffen von Windkraftanlagenteilen im Hafen lag und Ladung übernahm.

Im Hafen von Rønne wollen sie sich derzeit nicht dazu äußern, dass die „Vole au Vent“ künftig nicht mehr im Hafen von Esbjerg anlaufen darf, ohne den Geräuschpegel und die Lärm-Dokumentation des Schiffes zu untersuchen.

Jesper Jürgensen, Sprecher von Rønne Havn A/S, teilt TV2/Bornholm mit, dass der Hafen bereits am Freitagnachmittag einen Prozess eingeleitet hat, der in den kommenden Wochen herausfinden wird, ob die „Vole au Vent“ die geltenden Vorschriften zur Lärmbelastung einhält. „Wir haben jetzt eine Studie über die ,Vole au Vent‘ initiiert und erwarten ein Ergebnis in den kommenden Wochen. Es ist eine Studie über den Geräuschpegel vom Hafen und dem Schiff, die beanstandet wurden. Wir haben ein externes Institut gebeten, die Umfrage durchzuführen. Daher sammeln wir nicht selbst die Daten, und wenn sie verfügbar sind, entscheiden wir, wie wir uns verhalten“, sagt Jesper Jürgensen.

Die Kommune Esbjerg gibt an, dass die „Vole au Vent“ den Hafen von Esbjerg seit den Ermittlungen der Kommune nicht mehr angelaufen hat und es daher nicht erforderlich war, das Schiff zur Durchführung weiterer Untersuchungen zu verpflichten.

Quelle: TV2/Bornholm – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 03.03.2021

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