(Silkeborg) – Das Museum Jorn zeigt mit alternativen Methoden eine Ausstellung des dänischen Künstlers Richard Winther. Was machen Sie, wenn Sie dem Publikum leidenschaftlich eine spannende Kunstausstellung zeigen möchten, während Sie gleichzeitig von der Schließung dwegen der Corona betroffen sind? Die Kunstwerke werden an den Fenstern platziert, so dass das Publikum sie von außen betrachten kann, ohne gegen die Einschränkungen zu verst0ßen.

Dieses ist die Lösung, die das Museum Jorn in Silkeborg mit einer neuen Ausstellung von Werken des dänischen Künstlers Richard Winther erreicht hat. „Wir wollen unbedingt wirklich gute Kunst zeigen. Nicht nur online, sondern in der Realität“, sagt Museumsdirektor Jacob Thage.

Ein moderner Hieronymus-

Von 1975 bis 1977 schuf Richard Winther eine Reihe von Gemälden, bei denen es darum ging, isoliert zu werden – ein Thema, das laut dem Museum in Silkeborg während der Coronapandemie hochaktuell erscheint.

„Zu viele – ich selbst eingeschlossen – sehen viel fern. Die Streaming-Dienste ersticken uns. und wir ersticken daran, Leute online zu treffen. Ich denke, wir alle müssen die Dinge in der Realität sehen“, sagt Jacob Thage.

Die Ausstellung mit 24 Kunstwerken wird am Samstag eröffnet. Sie kann an den Fenstern des Museums mit Blick auf die Gudenå betrachtet werden.

Richard Winther wurde 1926 in Maribo geboren und starb 2007 auf Lolland. Jacob Thage sagt, Winther habe sich als moderne Parallele zum Kirchenvater Hieronymus gesehen, der in die Wüste ging und als Einsiedler lebte – also als Mensch, der zurückgezogen lebt, um Gedanken über Gott oder eine religiöse Idee zu sammeln. Die Ausstellung wurde daher so benannt: „Wir sind alle Einsiedler“.

Gemälde von Richard Winther – Hieronymus von 1976 (Foto: Museum Jorn)
Von Richard Winther aus dem Jahr 1976 – ohne Titel (Foto: Museum Jorn)

Quelle: TV MV – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 03.03.2021

Fotos: Museum Jorn