(Vodskov) – Der tote Wanderfalke, der im Nordjyllandsværket in Vodskov, ca. 17 Kilometer nordwestlich von Aalborg, tot gefunden wurde, soll jetzt weiter untersucht werden. Naturführer befürchten, dass auch das Weibchen des männliche Vogels tot sein wird.

Es war ein trauriger Anruf, den der Naturführer und Ornithologe Anton Thøger Larsen am Donnerstag vom Nordjyllandsværket erhielt. Denn die Mitarbeiter des Werks hatten oben in Block 3 einen toten Wanderfalken gefunden.

„Es war der männliche Vogel, der tot aufgefunden wurde, aber wir befürchten, dass auch sein Weibchen irgendwo tot liegt. Deshalb habe ich den Direktor von Nordjyllandsværket gebeten, die Mitarbeiter zu informieren, um ein zusätzliches Auge darauf zu haben, ob sie das Weibchen finden und möglicherweise ein Foto davon machen“, sagt der Ornithologe Anton Thøger Larsen.

Der tote Wanderfalke wurde nun zu weiteren Untersuchungen eingeschickt, um herauszufinden, ob die Todesursache tatsächlich die Vogelgrippe ist. Außerdem wird er auf Toxine untersucht. Während drei Brutzeiten hat das Wanderfalkenpaar in Nordjyllandsværket fünf Jungen ausgebrütet und aufgezogen, aber jetzt in der vierten Saison des Paares ist es durch den Tod des Männchens damit vorbei.

„Ich bin den Falken im Nordjyllandsværket fast jeden Tag bis zum 24. Februar gefolgt, wo sie seitdem nicht mehr gesehen wurden. Ich wollte gerade das Gebiet weiter untersuchen, als ich wegen der Entdeckung des toten Vogels angerufen wurde“, sagt Anton Thøger Larsen.

Er erklärt, dass das Brutpaar gute Anzeichen dafür zeigte, dass es für eine weitere Brutzeit im Nordjyllandsværket bereit war, die für Wanderfalken geeignet ist, die hohe Gebäude und die reiche Auswahl an Nahrungsmitteln in der Nähe wie Möwen, Krähen, Tauben und Staren mögen. „ Es gibt jedoch viele Abrisse von Gebäuden in der Gegend, und daher dachte ich, dass diese Störungen der Grund gewesen sein könnten, warum die Wanderfalken aus dem Nordjyllandsværket verschwunden waren, aber der Grund war ein anderer“, sagt Anton Thøger Larsen.

n Dänemark gibt es nur wenige natürliche Brutstätten für Wanderfalken wie Møns Klint, Stevns Klint und Bornholms steile, felsige Ufer. Auf der anderen Seite gibt es viele von Menschen geschaffene Möglichkeiten für die Falken, die es vorziehen würden, ein mindestens 80 Meter hohes Nest zu haben. Neben im Nordjyllandsværket, dem Kyndbyværket, dem Fynsværket, den Stahlwerken in Frederiksværk und dem Ørstedværket in Esbjerg leben Wanderfalken auch auf der Storebæltsbroen (Große Belt Brücke) und in den Häfen von Aarhus und Vejle.

Quelle: TV2 NORD – übersetzt und bearbeitet von

ünter Schwarz – 06.03.2021

Fotos: TV2 NORD