(Lundby) – Eine Putenherde in Lundby bei Skælskør auf Sjælland (Seeland) ist von der Vogelgrippe betroffen. 4.000 Truthähne müssen jetzt getötet werden. In der Putenherde in Lundby wurde die Vogelgrippe gefunden. Das schreibt die Fødevarestyrelsen (Veterinär- und Lebensmittelbehörde) in einer Pressemitteilung.

Die Truthähne wurden mit H5N8 infiziert, und der Ausbruch bedeutet, dass jetzt rund 4.000 Puten in der kommerziellen Herde getötet werden müssen, um eine weitere Infektion der Vögel in der Region zu verhindern.

„Die Infektion wurde durch die Tatsache entdeckt, dass an einem Tag 10 Truthähne starben und am nächsten Tag 130, und dann muss man reagieren, und sie haben genau das getan, was sie auf der Zuchtanlage sollten“, erklärt Birgit Hendriksen, Leiterin bei VeterinærØst (Vererinär Ost) bei der Fødevarestyrelsen. „Sobald die Infektion in einen Stall eingedrungen ist, ist sie überall, also müssen wir alle 4.000 Truthähne töten“, fügt sie hinzu.

Die Fødevarestyrelsen richtet eine drei- und zehn Kilometer lange Sperrzone um die infizierte Herde ein, in der Geflügelherden besonderen Beschränkungen unterliegen. Die 4.000 Truthähne sind Teil einer größeren Herde in Lundby. Insgesamt besteht die Herde aus ca. 50.000 Puten in 10 Gebäuden. Eine Infektion wurde nur bei den Vögeln in einem Gebäude gefunden. Die anderen Gebäude der Besatzung sind großflächig verteilt.

„In den anderen Gebäuden gibt es keine unmittelbaren Anzeichen einer Infektion bei den Vögeln, und die Gebäude befinden sich in guter Entfernung. Wir beobachten jedoch genau, ob es Anzeichen dafür gibt, dass sich die Infektion auf Truthähne in den anderen Gebäuden oder auf andere Vögel in der Region ausgebreitet hat“, sagt Tim Petersen.

Es ist noch nicht genau zu sagen, wie die Truthähne infiziert wurden, aber es hat wahrscheinlich eine Infektion durch Wildvögel gegeben.

Infektionszone um die Herden:

  • Die Fødevarestyrelsen richtet heute eine drei- und zehn Kilometer große Sperrzone um die infizierten Herden ein, in der Geflügelherden besonderen Beschränkungen unterliegen.
  • In der Drei-Kilometer-Zone müssen unter anderem Besitzer von Hobbygeflügel und Vögeln ihre Tiere auf landbrugsindberetning.dk registrieren. innerhalb von acht Tagen.
  • Ziel ist es unter anderem, eine genaue Überwachung zu gewährleisten, damit die Fødevarestyrelsen schnell auf neue Ausbrüche in nächster Nähe reagieren kann.
  • In beiden Gebieten ist es verboten, Eier zu verkaufen und Eier, Hühner und anderes Geflügel ohne Erlaubnis der Fødevarestyrelsen herauszubringenen.
  • Die Vogelgrippe wurde mit der Herbstvogelwanderung aus Russland und Kasachstan nach Europa gebracht.
  • Mehrere europäische Länder haben die Vogelgrippe sowohl bei Wildvögeln als auch bei Geflügelherden gemeldet.
  • Mehrere Länder haben im Einklang mit Dänemark Maßnahmen für die Eindämmung von Geflügel eingeführt.

Der Ausbruch in Lundby ist der achte in dänischen Herden seit Anfang November letzten Jahres. Die Fødevarestyrelsen ermutigt daher weiterhin sowohl kommerzielle als auch Hobbyzüchter, beim Umgang mit ihren Vögeln große Vorsicht walten zu lassen und ihnen besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

„Wir fordern die Besitzer von Geflügelfarmen, einschließlich Hobbyherden, nachdrücklich auf, die folgenden Anforderungen und Empfehlungen besonders zu beachten, um das Risiko zu minimieren, dass Wildvögel mit ihrem Geflügel in Kontakt kommen. Sie müssen auch gereinigte Gummistiefel verwenden und sicherstellen, dass die Ausrüstung zur Pflege der Tiere keinen Vogelkot oder anderes Material von Wildvögeln enthält“, sagt Tim Petersen, stellvertretender Leiter der Fødevarestyrelsen.

Am Donnerstag wurde in einer Fasanenfarm in der Nähe von Ringsted die Vogelgrippe gefunden. Hier wurden 550 Fasane getötet. „Es ist nicht ungewöhnlich für die Saison, dass eine Reihe von Ausbrüchen auftreten“, sagt Birgit Hendriksen, aber die H5N8-Variante ist immer noch besonders ansteckend. „Die Vogelgrippe ist da, aber dieses Jahr gibt es nur eine virulentere Version, eine starke Version, die viel Ärger macht“, sagt sie.

Quelle: TV2 ØST – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 07.03.2021

Foto: TV2 ØST