(Nyborg) – Am Mittwoch wird das Kulturkomitee des Folketings entscheiden, ob das Burgprojekt von Nyborg mit einem Baugesetz umgesetzt oder um bis zu neun Jahre verschoben werden soll. Was auch immer auf Nyborg Slot (Schloss) gebaut werden soll. Dieses ist der Ausgangspunkt vor einer Sitzung des Kulturausschusses des Folketings am Mittwoch.

Die Frage ist, ob das umstrittene Bauprojekt auf Nyborg Slot verkleinert wird und es in den nächsten neun Jahren kein Ausstellungsgebäude geben wird oder ob das Folketing ein Baugesetz verabschieden wird, das den Weg für das ursprüngliche Schlossprojekt ebnet. Das letztere Projekt kann bereits 2024 abgeschlossen werden – in drei Jahren.

Das Kulturministerium und die Slots- og Kulturstyrelsen (Behörde für Schlösser und Kultur) haben ihre Punkte vor dem Treffen auf der Website des Folketings vorgestellt. Hier skizzieren Vorstand und Ministerium vier verschiedene Szenarien, die über die Zukunft des Schlosses ins Spiel kommen können.

Die billigste Lösung besteht darin, einen Treppenturm zu bauen, damit die Gäste das alte und bereits bestehende Hauptgebäude wieder betreten können. Dieses Projekt wird 35 Millionen Kronen (4,7 Mio. Euro) kosten und 2025 abgeschlossen sein. Das heißt, das Schloss ist für die nächsten vier Jahre geschlossen.

Ein weiteres Projekt besteht darin, auf dem Gebiet neben der Burg zu bauen, wo sich zuvor ein jetzt abgerissenes Garnisonsgebäude befand. Das Gebäude kann in ein Café mit Küche, Toiletten und Garderobe umgewandelt werden – ein Projekt im Wert von 75 Mio. Kronen (10,08 Mio. Euro).

Die ersten beiden Projekte können nach Angaben der Behörde und des Ministeriums ohne Probleme mit dem Museumsgesetz umgesetzt werden. Ein neues und kleineres Ausstellungsgebäude als das ursprüngliche, aber immerhin 1.665 Quadratmeter, kann für 155 Millionen Kronen (20,84 Mio. Euro) gebaut werden, wird aber erst 2028 fertiggestellt.

Mit einer Frist für Beschwerden wird das Projekt wahrscheinlich auf 2030 verschoben werden können. Darüber hinaus könnte das Projekt von der Miljø- og Fødvareklagenævnet (Behörde für Umwelt- und Lebensmittelbeschwerden) unter Bezugnahme auf das Museumsgesetz gestoppt werden, mit dem das ursprüngliche Projekt gestoppt wurde.

Schließlich kann das Ausstellungsgebäude außerhalb des Slotsbereichs verlegt werden. Ein Projekt, das schätzungsweise 160 Millionen Kronen (21,5 Mio. Euro) kostet. Das bestehende Projekt, das jetzt vom Miljø- og Fødvareklagenævnet abgeschossen wurde, enthielt neben einem Ausstellungsgebäude auch eine Ringmauer und einen erhöhten Wachturm. Es ist nicht bekannt, wie die Investoren, der A. P. Møller Fonden, die Realdania, die Kommune Nyborg und der Staat auf die verkleinerten Projekte reagieren werden.

Nach Angaben des Ministeriums ist eine Änderung des Museumsgesetzes oder eines neuen Baugesetzes erforderlich, um das bestehende Projekt zu legalisieren, das 2024 abgeschlossen sein kann. Eine Kombinationsoption, nämlich ein Baugesetz zu verabschieden und dann mit einer Änderung des Museumsgesetzes weiterzuarbeiten, die mehr Raum für den Verbreitungsaspekt als für die Erhaltung antiker Denkmäler bietet, ist ebenfalls eine Option.

Anscheinend gibt es eine Mehrheit, bestehend aus Liberalen, Sozialdemokraten und Radikalen, um das ursprüngliche Projekt mit einem Baugesetz zu übernehmen.

Quelle: TV2 FYN – übersetzt und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 10.03.2021

Foto: TV2 FYN