(København / Rødbyhavn) – Verkehrsminister Benny Engelbrecht (Socialdemokraterne) fordert, dass die Bauarbeiten am Fehmarnbelt-Tunnel unter dänischen Lohn- und Arbeitsbedingungen durchgeführt werden. Verkehrsminister Benny Engelbrecht reagiert jetzt auf den Fall von 28 russischen Bürgern, die am Dienstag während eines großen Polizeieinsatzes im Hafen von Rødbyhavn festgenommen wurden.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine illegale Arbeit in Rødbyhavn im Zusammenhang mit dem Bau der Fehmarnbelt-Verbindung. Die Nachricht veranlasste das Bau-, Bau- und Holzkartell (BAT-Kartell), Verkehrsminister Benny Engelbrecht aufzufordern, Maßnahmen zu ergreifen.

Die Polizeiaktion sollte „alle Alarmglocken beim Kunden Femern A/S und seinem Besitzer, dem dänischen Staat, läuten lassen“, hieß es am Dienstag vom BAT-Kartell.

Die ganze Aktion war undramatisch, sagt Vorgesetzter Peter Compen gegenüber TV2 ØST.

Verkehrsminister Benny Engelbrecht antwortet heute schriftlich: „Es ist natürlich absolut entscheidend, dass die Bauarbeiten für den Fehmarnbelt-Tunnel unter dänischen Lohn- und Arbeitsbedingungen erfolgen und dass keine Rechtswidrigkeiten vorliegen.“

Die Enhedslisten (Einheitsliste) ist auch heute mit einer Reaktion auf die Verhaftungen und einem Aufruf an den Verkehrsminister vor Ort. „Es nähert sich dem Skandal und ist inakzeptabel, dass es in der frühen Phase der Arbeit mit dem Fehmarnbelt Probleme mit illegaler Arbeit gibt. Es muss und soll gestoppt werden. Femern Belt A/S ist in Staatsbesitz, daher muss der Verkehrsminister sowohl im aktuellen als auch in der Zukunft für geordnete Bedingungen sorgen“, schreibt der Sprecher des Arbeitsumfelds, Christian Juhl (Enhedslisten), in einer Erklärung der Partei.

Der Minister fordert eine Erklärung von Femern A/S. Die Russen werden alle beschuldigt, illegal in Dänemark gearbeitet zu haben, und am Dienstag begannen die Verhöre. Nach Angaben der Polizei wurden sie auf zwei russischen Schleppern in den Gewässern in der Nähe von Rødbyhavn festgenommen, wo sie arbeiteten. Sie sind am Bau der Fehmarn-Verbindung beteiligt, und Femern A/S wartet nun auf einen Bericht ihres Hauptauftragnehmers zu diesem Auftrag.

„Bei den staatlichen Bauprojekten muss Kontrolle über die Arbeiten bestehen. Ich freue mich daher, dass die Polizei entschlossen eingreift, wenn der Verdacht auf unsauberes Treiben besteht“, sagt Benny Engelbrecht. Verkehrsminister Benny Engelbrecht hat nun Femern A/S gebeten, eine Erklärung zu diesem Thema vorzubereiten.

So sah es am Dienstagmorgen im Hafen von Rødbyhavn aus. Foto: Jørgen Erik Kozak Nielsen 3F Fehmarn

Augenzeugen berichteten TV2 ØST am Dienstag, dass die Polizei stundenlang am Hafen um die Straße Østre Kaj um zwei russische Schlepper herum gearbeitet habe. Das Schiff „901 Enø“ der Heimwehrmarine war ebenfalls an der Operation beteiligt. Das Schiff war mit einem Polizeilogo versehen und war wahrscheinlich eine schwimmende Plattform für die Polizeiarbeit.

Femern A/S bittet den Hauptauftragnehmer um eine Erklärung. Christian Juhl (Enhedslisten) schreibt in einer Pressemitteilung, dass er den Verkehrsminister gebeten hat, den Ministern eine mündliche Antwort auf seine Frage in der Fragestunde am Mittwoch zu geben, und dass er erwartet, dass die Politiker dieses bei einer weiteren Konsultation erörtern müssen.

Femern A/S kam am Mittwochnachmittag mit einer Erklärung zu dem Fall heraus. „Der Bau des Fehmarn-Tunnels muss natürlich rundum geordnet sein. Für uns als Auftragsgeber des Projekts ist das sehr wichtig“, sagte Kommunikationsmanager Morten Kramer Nielsen: „Wir haben den zuständigen Hauptauftragnehmer, FBC, um eine gründliche Darstellung der Arbeitsbedingungen auf See für seinen Unterauftragnehmer im Lichte des konkreten Falls der polizeilichen Intervention auf den russischen Schiffen in Rødbyhavn gebeten. Darüber hinaus arbeitet Femern A/S an einem Bericht über den Prozess für den Verkehrsminister.“

Quelle: TV2 ØST – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 11.03.2021

Fotos: TV2 ØST