Die dänischen Gesundheitsbehörden haben die Verwendung des Impfstoffs für 14 Tage ausgesetzt, nachdem eine 60-jährige Frau nach Erhalt des Impfstoffs an einem Blutgerinnsel gestorben war. Norwegen, Island und inzwischen auch Bulgarien haben sich diesbezüglich Dänemark angeschlossen. Schweden dagegen hat beschlossen, die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca fortzusetzen.

Die Entscheidung erfolgt, nachdem mehrere Länder – einschließlich Dänemark – die Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffs eingestellt haben, weil einige geimpfte Personen Blutgerinnsel hatten. Die dänischen Behörden haben die Verwendung des Impfstoffs vorläufig für 14 Tage ausgesetzt, während untersucht wird, ob der Tod einer 60-jährigen Frau an einem Blutgerinnsel mit dem Impfstoff in Verbindung gebracht werden kann.

Der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell glaubt jedoch, dass es ärgerliche Folgen haben kann, wenn das Land den Impfstoff pausiert. Er glaubt tatsächlich, dass es gefährlicher sein kann, wenn einige Impfstoffe als gefährlicher als andere eingestuft werden. „Dann besteht die Gefahr, dass einige Menschen nur bestimmte Impfstoffe erhalten, obwohl derzeit keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Zusammenhang zwischen den Blutgerinnseln und dem Impfstoff besteht“, sagt der nordische Korrespondent von TV 2, Jesper Zølck.

Auch in Frankreich haben die Behörden beschlossen, AstraZeneca weiterhin zu verwenden, da der Impfstoff für das Impfprogramm des Landes von entscheidender Bedeutung ist. Vor einigen Monaten wollten nur 40 Prozent der Franzosen geimpft werden, aber neue Messungen zeigen, dass die Zahl jetzt über 60 Prozent liegt. „Während der Woche wird Frankreich 1,6 Millionen AstraZeneca-Impfstoffe erhalten, was wahrscheinlich einer der Gründe ist, warum sie daran festhalten. Für Frankreich ist es absolut entscheidend, in seinem Impfprogramm mithalten zu können“, sagt der internationale Analyst von TV 2, Frederikke

Die kanadischen Behörden wie die Health Canada (Canadische Gesundheitsbehörde) halten den AstraZeneca-Impfstoff auch für sicher. Sie ist sich verschiedener gesundheitlicher Vorfälle in Europa nach der Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca bewusst und möchte den Kanadiern versichern, dass die Vorteile des Impfstoffs die Risiken überwiegen, teilte die Gesundheitsbehörde in einer Erklärung mit .

Die Weltgesundheitsorganisation WHO gab am Freitag bekannt, dass sie keinen Grund sieht, die AstraZeneca-Impfstoffe abzusetzen. Mehrere Länder haben den Impfstoff ausgesetzt Dänemark ist bei weitem nicht das einzige Land, das AstraZeneca-Impfungen ausgesetzt hat. Bereits am Sonntag hat Österreich die Einführung des AstraZeneca-Impfstoffs eingestellt, als eine 49-jährige Person nach der Impfung an einem Blutgerinnsel starb. Gleichzeitig entwickelte eine 35-jährige Frau nach Erhalt des AstraZeneca-Impfstoffs ein Blutgerinnsel in einer Lunge. Es handelt sich um eine Lieferung von Impfstoffen von AstraZeneca namens ABV5300, die auf einen möglichen Zusammenhang mit den Blutgerinnseln untersucht wird.

Estland, Litauen, Luxemburg und Lettland haben daraufhin auch die Einführung des AstraZeneca-Impfstoffs ausgesetzt, da sie zu den 17 EU-Ländern gehören, die ABV5300 erhalten haben, das aus einer Million Dosen besteht. Am Donnerstagnachmittag haben Italien und Norwegen auch die Impfstoffeinführung von AstraZeneca in den Standby-Modus versetzt.

Thailand hat am Freitag die Verwendung des Impfstoffs von AstraZeneca vorübergehend ausgesetzt, bis Klarheit über einen möglichen Zusammenhang zwischen den Impfstoffen und den Blutgerinnseln besteht. Es war ansonsten geplant, dass Premierminister Prayut Chan-o-cha und mehrere Mitglieder seiner Regierung am Freitag eine Dosis des Impfstoffs hätten einnehmen sollen, aber dieser Plan wurde nun verschoben.

Quelle: TV2 – übersetzt und bearbeitet von

ünter Schwarz – 12.03.2021

Foto: TV2