(Lolland / Falster) – Es ist gesund zu radeln, aber Geld, das in bessere Radwege investiert wird, ist auch gut für den Tourismus, sagen die beiden Kommunen, die über 400 Kilometer Radweg bauen werden. Die Fahrt mit dem Fahrrad muss auf Lolland und Falster in Zukunft viel einfacher sein. Dieses ist das Ziel eines neuen Großplans der KommunenLolland-Falster, Lolland und Guldborgsund.

Ein gut 400 Kilometer langer Radweg – unterteilt in 190 Kilometer nationalen Radweg und 215 Kilometer Radweg, der durch 28 Stationen verbunden ist, an denen Radfahrer Luft in die Reifen pumpen oder das Elektrofahrrad aufladen können, steht im Mittelpunkt des Plans.

Förderung des lokalen Radverkehrs und des Fahrradtourismus. „Wir setzen ganz bewusst darauf, dass mehr Touristen nach Lolland-Falster kommen“, sagt Bürgermeister Holger Schou Rasmussen (Socialdemokraterne) und fügt hinzu: „Wenn Sie als ganze Familie sicher umziehen können, weil es richtige Fahrradrouten gibt und Sie unsere gesamte Geografie erkunden können, dann wird dieses meiner Meinung nach viele Menschen anziehen.“

„Die Ambitionen, bessere Bedingungen für Radfahrer als solche zu schaffen, sind nicht neu. „In den letzten 25 Jahren wurde das Konzept entwickelt, bessere Bedingungen für Radfahrer in der Stadt Nakskov zu schaffen“, sagt der Architekt Philip Rasmussen von By og Landskab (Stadt und Landschaft) in Nakskov.

Der Hintergrund waren sehr alarmierende Unfallzahlen, bei denen 22 Radfahrer pro Jahr verletzt wurden. Aus diesem Grund haben wir nach niederländischem Vorbild ein Fahrradroutennetz aufgebaut, in dem es uns gelungen ist, einen Großteil der Fahrradinfrastruktur zu vervollständigen, wobei die jährliche Zahl der Unfälle auf vier gesunken ist.

Die Radwege reichen von breiten Radwegen in den Städten bis zu stillgelegten Eisenbahnstrecken, die zu modernen Radwegen umgebaut wurden. Foto: By og Landskab

„Unter anderem werden diese Erfahrungen – die aus den Niederlanden stammen und in Nakskov getestet wurden – nun genutzt, um das Radfahren auf den übrigen „Südseeinseln“ auszurollen. „Es wurde eine sehr gründliche Bewertung vorgenommen – und die Schlussfolgerung lautet, dass mehr Menschen Rad fahren“, sagt Philip Rasmussen, der darauf hinweist, dass die Investitionen in die Verbreitung des Radfahrens auf den Rest der „Südseeinseln“ in vielerlei Hinsicht ein gutes Geschäft sind, den er sagt: „Wir haben berechnet, dass bei der Umsetzung eines solchen Plans mindestens 200 reguläre Arbeitsplätze vorhanden sind.“

Der Architekt Philip Rasmussen hat in den letzten 25 Jahren dazu beigetragen, Pläne zu entwickeln, wie mehr Nakskovits das Fahrrad auswählen werden – und dieses Projekt ist jetzt so erfolgreich, dass es auf den Rest von Lolland-Falster ausgedehnt werden muss. Foto: Signe Kaalund – TV2 ØST

Darüber hinaus gibt es große gesellschaftliche Vorteile, wenn mehr Menschen das Auto verlassen und auf das Fahrrad umsteigen. Die Einsparungen im Gesundheitsbereich sind sehr bedeutend. Das Verkehrsministerium hat berechnet, dass wir jedes Mal, wenn wir einen Kilometer fahren, der Gesellschaft 8 Kronen (1,07 Euro) sparen. Und wenn Sie die Pläne für den mehr als 400 Kilometer langen Radweg in Kronen und øre im Gesundheitsbereich umwandeln, würden laut By og Landskab jährlich mindestens 25 Millionen Kronen (3,38 Mio. Euro) eingespart.

Nach Angaben des Bürgermeisters sind die beiden Südseeinselkommunen bereit, die Hälfte des Betrags bereitzustellen, den das Projekt voraussichtlich kosten wird, 200 Millionen Kronen (26,9 Mio. Euro). Die andere Hälfte hofft er vom Staat, den Wirtschaftsförderungsorganisationen und Stiftungen zu bekommen.

Bürgermeister Holger Schou Rasmussen (Socialdemokraterne) sieht sowohl Vorteile für die lokale Bevölkerung als auch für den Tourismus, indem er das Radwegenetz erweitert. „Jetzt mangele es nur noch an interessierten Investoren“, sagt er. Foto: Signe Kaalund – TV2 ØST

„Wir haben einige Chips in den Casino-Tisch gelegt und sagen – wir sind bereit zu investieren – gibt es jemanden, der bereit ist, bei uns zu investieren. Wenn wir alle Akteure einbeziehen können, gibt es für uns eine Grundlage, um dieses umzusetzen“, sagt Holger Schou Rasmussen und fügt hinzu: „Es bietet Arbeitsplätze, wenn wir mehr Touristen bekommen – es gibt eine bessere Erwähnung von Lolland-Falster im Allgemeinen. Ich weiß, dass Menschen, die nach Lolland-Falster kommen, von der Natur, die wir haben, überrascht sind.“

Ein gut 400 Kilometer langer Radweg – unterteilt in 190 Kilometer nationalen Radweg und 215 Kilometer Radweg – verbunden durch 28 Stationen, an denen Radfahrer Luft in die Reifen pumpen oder das Elektrofahrrad aufladen können. Im Mittelpunkt des Plans steht das lokale Radfahren als Fahrradtourismus. Foto: Stadt und Landschaft

Bereits im Jahr 2025 haben die drei Akteure Business Lolland-Falster, Lolland und Guldborgsund die Ambition, dass die Pläne so weit gekommen sein werden, dass man sich zu Recht als „Europas führende Fahrradregion“ bezeichnen kann.

Neben den Radwegen enthält der Plan auch Ideen für Fahrradüberfahrten auf dem Guldborg Sund. Hier südlich von Nykøbing Falster mit zwei Holzbrücken abgebildet, auf denen eine kleine Fähre die Radfahrer über die engen Gewässer transportieren kann. „Auf diese Weise kann der Verkehr zu einem Erlebnis für sich werden“, schreibt By og Landskab im Projektprospekt. Foto: By og Landskab

Quelle: TV2 ØST – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 14.03.2021

Fotos: TV2 ØST / By og Landskab / Signe Kaalund