Ein Durchbruch bei den Verhandlungen über Fangmöglichkeiten im Jahr 2021 bedeutet, dass dänische Fischer mit sofortiger Wirkung wieder Zugang zur Fischerei in norwegischen Gewässern haben werden. Nach mehreren intensiven Wochen gibt es nun Durchbrüche bei den Verhandlungen über die diesjährigen Fangmöglichkeiten.

Die EU und Norwegen haben gerade ein Abkommen geschlossen, was bedeutet, dass dänische Schiffe jetzt wieder in norwegischen Gewässern fischen können. Dieses erklärt das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei in einer Pressemitteilung. Bisher hat Norwegen dänischen Fischern aufgrund komplexer Verhandlungen zwischen der EU, Großbritannien und Norwegen über Fangmöglichkeiten für 2021 keinen Zugang zu seinen Gewässern gewährt. Dies ist seit dem Jahreswechsel der Fall und hat insbesondere große Frustration ausgelöst für die Fischer, die auf Zugang zu den Gewässern angewiesen sind.

Daher freut sich der Fischereiminister Rasmus Prehn (Socialdemokraterne), dass er den dänischen Fischern nun die gute Nachricht überbringen kann und dass siewieder Kurs auf norwegische Gewässer nehmen können. „Ich habe großes Mitgefühl für die vielen dänischen Fischer, die ohne Schuld in ein großes politisches Spiel über Fangmöglichkeiten verwickelt wurden. Daher stand es schon lange ganz oben auf meiner Tagesordnung, dass wir den dänischen Fischern erneut den Zugang zu norwegischen Gewässern sichern sollten. Daher freue ich mich sehr, dass mit dem heutigen Abkommen der Zugang zu norwegischen Gewässern wieder gesichert ist. Ich habe mich bei jeder Gelegenheit dafür eingesetzt, und meine Mitarbeiter im Ministerium haben hart daran gearbeitet, dieses Abkommen zu erreichen“, sagt Fischereiminister Rasmus Prehn.

Genauer gesagt umfasst das Abkommen zwischen der EU und Norwegen die Fangquoten für das Skagerrak und das Kattegat im Jahr 2021 für sechs gemeinsame Bestände (Kabeljau, Schellfisch, Wittling, Scholle, Garnele und Hering). Die Bestände sind von großer Bedeutung für dänische Fischer.

Zwischen der EU, dem Vereinigten Königreich und Norwegen wurde auch eine Einigung über die gesamten Fangquoten für Kabeljau, Schellfisch, Seelachs, Wittling, Scholle und Hering in der Nordsee im Jahr 2021 erzielt. Das trilaterale Abkommen ist historisch, da es das erste Mal seit dem Austritt Großbritanniens aus der EU ist, dass ein solches trilaterales Abkommen besteht.

Fischereiminister Rasmus Prehn hofft, dass es den Weg für eine neue und gute Zusammenarbeit in der Zukunft ebnen wird. „Ich hoffe, dass wir mit dem Abkommen den Weg für eine neue, gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit geebnet haben, in der wir gemeinsam den Rahmen für eine nachhaltige Fischerei in Europa schaffen können. Jetzt ist es an uns, dass wir bald das Ziel des Gesamtabkommens für die Fischerei im Jahr 2021 erreichen. Ich denke, wir schulden das den Fischern“, sagt er.

Derzeit ist noch ein Abkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich über Quoten für eine Reihe von Fischbeständen erforderlich. Von dänischem Interesse ist insbesondere eine Reihe von Beständen in der Nordsee zu verhandeln. Dazu gehören Sandaal, Sprotte, Seeteufel, Seehecht und eine Reihe von Plattfischarten.

Schließlich müssen die EU-Quoten in der jährlichen Verordnung über Fischereikontingente für 2021 umgesetzt werden, damit die Fangmöglichkeiten endgültig in Kraft treten können. Der Zugang zu norwegischen Gewässern darf jedoch in der EU-Gesetzgebung nicht weiter umgesetzt werden und gilt daher so bald wie möglich nach Abschluss des Abkommens.

Quelle TV NORD – übersetzt und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 16.03.2021

Foto: TV NORD