(Augustenborg) – So wie es scheint, dass der Troll „Anker“ auf Fanø zumindest zunächst einmal weiterhin stehen darf, sieht sich die Kommune Sønderborg als glücklicher Empfänger des Streitobjekts auf der Wattenmeerinsel. Trolle waren schon immer mit Menschen zusammen – zumindest in unserer Vorstellung.

Eine der Lieblingsbeschäftigungen der Trolle war es, Trennungen zwischen Menschen zu schaffen. Und es war letztes Jahr ein voller Erfolg des Trolls „Anker“ auf Fanø. Der große Holztroll der Insel „Anker Drømmefanger“ von Thomas Damsbo wurde heiß diskutiert, aber jetzt meldet sich die Kommune Sønderborg an, um den umstrittenen Troll zu übernehmen. „Wir waren uns einig, dass wir den Troll „Anker“ gerne übernehmen werden, wenn sie sich auf Fanø nicht einigen können. Es könnte ein echter Touristenmagnet werden“, sagt Peter Thomsen, Stadtrat der rechtsliberalen Venstre Partei in der Kommune Sønderborg.

Peter Thomsen sitzt auch im Hertugbyens Udviklingsforum (Herzogenstadt Entwicklungsforum), und die ist in Augustenborg. In Verbindung mit der Burg gibt es bereits einen Skulpturenpark, aber hier sollte der Troll nicht stehen. „Wir haben ein Gebiet im Wald, in dem wir einen Unterschlupf und einen Lagerfeuerplatz eingerichtet haben, und wir wollen die Badehäuser dort draußen renovieren, damit der Troll dort wirklich gut hinpasst“, sagt Peter Thomsen.

Peter Thomsen von einem Baum, der noch kein Troll geworden ist. Foto: Jacob Schiøt Foto: Jakob Schjødt-Pedersen, TV SYD

BILD: Troll-Anker-a – Peter Thomsen von einem Baum, der noch kein Troll geworden ist. Foto: Jacob Schiøt Foto: Jakob Schjødt-Pedersen, TV SYD

Es ist jedoch zweifelhaft, ob das nette Angebot angenommen wird. Eine Mehrheit im Stadtrat von Fanø hat gerade entschieden, dass „Anker“ dort stehen darf, wo er steht. Aber in Sønderborg wollen sie den Troll. „Wir sind dabei, die Erlaubnis zu erhalten, einen Toll im Wald aufzustellen“, sagt Peter Thomsen, der zusammen mit der Stadtratskollegin und Parteikollegin Ellen Trane Nørby hinter dem Vorschlag steht. „Wie er heißen soll, müssen wir später herausfinden“, schließt er.

Es gibt bereits ein Dutzend Trolle von Thomas Damsbo im ganzen Land – bisher die meisten im Großraum København. Aber der Manager des Künstlers, der auf Fanø lebt, sagt, dass er gerne einen in Sønderborg aufstellen würde, aber es könnte schwierig sein, ihn dieses Jahr aufgrund anderer Aufgaben zu erreichen.

Die Trolle von Thomas Damsbo bestehen aus recycelten Materialien und stehen versteckt. Sie müssen also ein wenig arbeiten, um sie zu finden.

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 18.03.2021

Fotos: TV SYD