(Sønderborg) – Taucher vom Sønderborg Sportsdykker Klub tauchten am Sonntag ab, um Abfälle an einem versunkenen Schwimmdock zu entfernen. Eine Schublade aus einer Registrierkasse, ein Fahrradkorb und 16-Kilo-Dosen gehörten zum Fang des Tages.

23 Taucher aus Sønderborg Sportsdykker Klub tauchten am Sonntag unter dem Meeresspiegel, um an einem versunkenen Schwimmdock im Hafen von Sønderborg aufzuräumen. „Es gibt viel Abfall. Das Problem mit dem Dock ist, dass es als Trichter fungiert. Es liegt so, dass der ganze Schmutz hineingespült wird“, sagt René Makholm, der Mitglied des Tauchclubs ist.

In einer Stunde und 45 Minuten gelang es den Tauchern, gegen die starke Strömung am Dock zu kämpfen und 52 Kilo Abfall zu sammeln. Das sei aber nur ein Bruchteil, sagt René Makholm. „Dies ist nur ein kleiner Teil davon. Ich möchte auf die Tatsache hinweisen, dass die dort draußen liegende Trümmerschicht einen halben Meter dick ist“, sagt er und fügt hinzu, dass das Meer den Anblick von Trümmern unter der Oberfläche verbirgt.

„Wenn Sie im Wald laufen oder spazieren gehen und einen solchen Müllberg gesehen haben, wird es definitiv noch viel mehr geben, die etwas dagegen tun. Das Problem ist, dass wenn man über das Wasser schaut, kann niemand sehen, was sich darunter befindet“, sagt er.

Einer der großen Verunreiniger auf dem Meeresboden sind Dosen. Wenn die roten Coca-Cola-Dosen oder der grüne Tuborg Classic an Land gebracht werden, sorgt der Tauchclub dafür, dass der Inhalt der Dosen geleert wird. Das heißt, der Inhalt, der von Lebewesen unter der Meeresoberfläche hineingebracht wurde. Daher schneidet der Tauchclub alle Dosen auf, um das Leben darin freizusetzen, das möglicherweise in der Dose entstanden ist.

Es sind jedoch nicht nur Dosen, die Herausforderungen schaffen. 10,6 Kilo Plastik wurden ebenfalls vom Meeresboden entfernt, und es ist nicht nur zum Nutzen von Fischen und anderen Tieren, sondern auch von uns Menschen. „Das Plastik im Meer verwandelt sich in winzige Plastikstücke, und dann fressen die Fische es. Irgendwann esse ich dann einen Fisch und dann möglicherweise auch das Plastik. Ein Großteil der Abfälle enthält Chemikalien, die für das Meer giftig sind, und am Ende sind sie für uns selbst giftig“, sagt René Makholm.

Der Tauchclub hat am vergangenen Wochenende im Alssund Müll gesammelt, während sie am Gründonnerstag in Aabenraa tauchen wollen.

Der heutige Fang:

  • 7,4 kg Hartplastik
  • 3,2 kg Plastik
  • 24 Flaschen
  • 16,4 Kilo Dosen
  • 4,7 kg Metall
  • 202 Kilo anderes

Darüber hinaus fand der Tauchclub eine Schublade aus einer Registrierkasse, einer Kaffeekanne, einen Fahrradkorb, einen Gummistiefel und eine Taschenlampe.

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 22.03.2021

Fotos: TV SYD