(Randers) – Laut dem dänischen Künstlerrat muss die Kunst unterstützt werden, wenn die Theater wieder geöffnet werden dürfen. 190 abgesagte Vorstellungen seit der Schließung im Dezember. Wie in vielen Theatern hat die Schließung des kulturellen Lebens das Randers Teater schwer getroffen.

„Es ist schrecklich, dass wir uns jetzt tatsächlich daran gewöhnen“, sagt Peter Westphael, Direktor des Randers Teaters zu TV2 ØSTJYLLAND und fügt hinzu: „Es fühlt sich völlig falsch an. Es ist wie ein Koch zu sein, der nicht kochen darf. Wenn es niemanden gibt, der es schmeckt, dann macht es keinen Sinn.“

Deshalb landet der Vorschlag des dänischen Künstlerrates vom Sonntag auf großes Interesse. Der Rat schlägt vor, dass die Dänen, wie beim steuerlichen Handwerkerabzug, jedem einen kulturellen Abzug gewähren, wenn das Land wiedereröffnet wird.

„Wir wollen auch nach COVID ein lebendiges Kunst- und Kulturleben“, erklärt Anne-Mette Wehmüller, Leiterin des Sekretariats des Dänischen Künstlerrates. Theaterdirektor Peter Westphael kann leicht erkennen, warum es wichtig ist, dem kulturellen Leben nach der Wiedereröffnung zu helfen, aber mit einem Steuerabzug hat er Angst, über das Ziel hinauszuschießen.

„Das Publikum, das mit einem Steuerabzug geholfen wird, ist sich meiner Meinung nach bereits bewusst, dass es geht, wenn wir wieder öffnen“, sagt er. Der Künstlerrat hat aber auch eine Mehrfachkarte für alle 10-25-Jährigen vorgeschlagen, mit der sie beispielsweise 10 Besuche ins Theater unternehmen können. Und das ist eine gute Idee“, sagt Peter Westphael, vielleicht ergänzt durch ein Programm, das mehr Bildungseinrichtungen dazu bringen kann, das kulturelle Leben zu nutzen. „Vielleicht könnte man auch die Möglichkeit von Schulen und Bildungseinrichtungen unterstützen, Unterstützung für das Theater zu beantragen“, sagt er.

Quelle: TV2 ØSTJYLLAND – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 22.03.2021

Fotos: TV2 ØSTJYLLAND