Die Coronakrise hat das kulturelle Leben schwer getroffen, aber mit dem gestern veröffentlichten Wiedereröffnungsplan in Dänemark ist jetzt Licht am Horizont. Die Reaktionen aus dem kulturellem Leben sind eine Mischung aus erwartungsvoller Freude und Ärger über das, was verloren gegangen ist.

Mit dem neuen Wiedereröffnungsplan kann sich das kulturelle Leben des Lsndes auf die neue Saison freuen. Die Museen können am 21. April ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnen. „Darauf freuen wir uns sehr. Es war ein langer Winter und wir haben viele Dinge auf der Tagesordnung. Im Bornholms Museum feiern wir den 75. Jahrestag des Abzugs der Russen vom 05. April 1946 mit einer neuen Sonderausstellung, auf die wir uns sehr freuen“, sagt Jacob Bjerring-Hansen, Museumsdirektor des Bornholms Museum.

Im Rønne Bio (Rønne Kino) ist der Betreiber auch zufrieden, dass wir jetzt wieder Licht vor uns sehen, obwohl dieser Teil des kulturellen Lebens erst am 6. Mai eröffnet werden darf. „Wir freuen uns sehr, dass wir am 6. Mai eröffnen dürfen und dass endlich ein Datum festgelegt wurde. So haben wir etwas, auf das wir hinarbeiten können. Wir müssen einige Filme buchen und unser Publikum darauf aufmerksam machen, was jetzt kommt, wenn wir wieder öffnen können. Darauf freuen wir uns sehr“, sagt Viki Petersen, Direktor vom Rønne Bio.

Allerdings jubelt nicht jeder. Der Vorsitzende von Teaterforeningen Bornholm ist enttäuscht, dass die Wiedereröffnungsvereinbarung kein spezielles Programm für Bornholm enthält. „Ich sage üben, üben und üben. Könnte Bornholm nicht zur Testinsel gemacht werden? Es wäre wirklich gut für das Theaterleben gewesen, aber so sollte es nicht sein“, sagt Jette Glavind Pedersen, Vorsitzende von Teaterforeningen Bornholm.

Der Theaterverband musste während der Coronakrise viele Aufführungen absagen. Am 8. Mai findet die erste Aufführung nach dem neuen Wiedereröffnungsplan statt, die das Stück „Krigen har ikke et kvindeligt Ansigt“ (Der Krieg hat kein weibliches Gesicht) sein wird. Es hat viel Ausdauer erfordert, um das Stück zu zeigen, das jetzt zum vierten Mal verschoben wird, bevor es endlich von einem Bornholmer Publikum erlebt werden kann.

Das Bornholms Kunstmuseum hat nicht so viel Glück mit seiner aktuellen Ausstellung „Længsel“, die kurz vor der Wiedereröffnung abgebaut wird. Ein Beispiel dafür, was die Coronakrise dem kulturellen Leben gekostet hat, obwohl sie sich jetzt aufhellt. „Es ist eine große Wette, ich denke, es wird nicht nur ein paar Wochen dauern, bis wieder alles gezeigt werden kann“, sagt Museumsdirektor Jacob Bjerring-Hansen.

Eine der Voraussetzungen für die Öffnung des kulturellen Lebens im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung ist die Vorlage eines Coronapasses.

Quelle: TV2/Bornholm – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 24.03.2021

Foto: TV2/Bornholm