Nach einer langen Zeit des niedrigen Luftdrucks und dem relativ schlechten Wetter über den Balkan haben die Störche endlich Kurs auf Europa genommen. In dem Storchendorf Bergenhusen im Kreis Schleswig-Flensburg sind derzeit 17 Storchenpaare versammelt, weitere sind unterwegs, und einige davon werden wir in den kommenden Tagen auch in Sønderjylland (Südjütland) sehen.

Nach einer langen Zeit mit niedrigem Luftruck und relativ schlechtem Wetter auf dem Balkan passiert endlich etwas mit den „östlichen Wanderern“ – den Störchen, die zwischen Europa und Südafrika nach Osten hin- und herfliegen. Der Wetterwechsel mit hohem Luftdruck und gutem Flugwetter bedeutet, dass viele der Störche inzwischen aus dem Nahen Osten und der Türkei nach Europa gelangt sind.

Wenn das Wetter kalt und regnerisch ist, sparen die Störche ihre Energie, und deshalb sind sie auf dem Balkan „gefangen“ und warten auf das gute Wetter. Wir können daher in den kommenden Tagen auch in den nördlichen Breiten mit vielen Störchen rechnen. „Wir wissen, dass es derzeit in dem kleinen Dorf Bergenhusen, das nicht weit südlich der Grenze liegt, 17 Storchenpaare gibt, und in naher Zukunft wird es dort noch einige weitere geben“, sagt Jess Frederiksen, Vorsitzende des Vereins storkene .dk.

Bergenhusen ist ein kleines Dorf in Schleswig-Holstein, nur 50 Kilometer von der dänisch-deutschen Grenze entfernt und bekannt für seine vielen Störche.

Im Jahr 2020 wurden in dem kleinen Dorf Bergenhusen, nur 50 Kilometer südlich der dänischen Grenze, 20 Storchpaare gezählt. Foto: Merete Carøe

Schau in den nächsten Tagen an den Himmel. Letztes Jahr gab es 20 Brutpaare in dem Dorf, das laut Jess Frederiksen nicht mehr viele aufnehmen kann. „Wir werden in den kommenden Tagen und bis in den April hinein sehen, dass einige von ihnen weiter nach Norden und nach Dänemark ziehen werden, und wenn wir Glück haben, werden ein oder zwei Paare von einem der vielen Nester angelockt, die wir haben entlang der Grenze in Sønderjylland eingerichtet haben.

Eines der vielen Storchennester im Dorf Bergenhusen südlich der Grenze. Foto: Merete Carøe

Es ist aufregend zu sehen, wer im Nest in Smedager landet. Ist es „Annika“ oder „Bonnie“ – oder eine völlig fremde Storchin, und wird es Kämpfe geben? „ Es wird höchstwahrscheinlich Rangeleien geben. Aber wissen wir nicht, wer zuerst ankommt. „Wir neigen dazu, ,Annika‘ schnell zu erkennen, weil sie schon viele Jahre hier war. Sie hat eine blassere rote Farbe an Schnabel und Beinen, und ,Bonnie‘ ist viel roter und weißer als die 13-jährige Storchin“, sagt Jess Frederiksen, der sich auf die nächsten Tage und Wochen freut, die zeigen werden, wie viele Zuchtpaare dieses Jahr nach Dänemark kommen.

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 30.03.2021

Fotos: TV SYD / Merete Carøe