(Smedager) – Karin, Magni, Hanne und Morten und einige andere folgen dem Leben der Störche im Smedager-Nest, obwohl sie nicht in Dänemark leben.

In den letzten zwei Jahren hat Hanne Strasser von ihrem Haus in dem kleinen Dorf Balsthall in der Schweiz aus gesehen, wie die Störche in Smedager landeten. „Ich habe den Computer fast die ganze Zeit während der Storchensaison eingeschaltet. Es macht so viel Spaß, und dann sitzt du und wartest darauf, dass sie kommen. Und ja, ich bin begeistert, wenn der erste Storch landet“, sagt Hanne mit einem lauten Lachen.

Hanne Strasser ist Mitte fünfzig in der Schweiz, wo sie mit einem Schweizer verheiratet ist, der gelegentlich auch Storchenfernsehen aus Dänemark sieht. „Die Tatsache, dass man ihr Leben so intensiv verfolgen kann und wie sie die Eier inkubieren und im Allgemeinen reagieren und miteinander kommunizieren, ist einfach sehr aufregend“, denkt Hanne.

Die ehemalige Physiotherapeutin und jetzt Rentnerin sitzt und strickt oft, während sie die Störche beobachtet. Hanne konnte sich nichts Entspannenderes vorstellen. „Besonders im vergangenen Corona-Jahr war es eine wunderbare Pause vom Alltag, sich hinzusetzen und dann einfach die schönen Vogel zu genießen“, sagt sie.

Die Erinnerungen kommen zurück. Hanne Strasser stammt ursprünglich aus Esbjerg, und es war völlig zufällig, dass sie vor zwei Jahren das Fernsehnest in Smedager gefunden hat. Neben dem aufregenden Storchenleben weckt die Landschaft rund um das Nest auch viele Erinnerungen, so dass es fast so ist, als würde die 70-jährige Frau nach Hause kommen. „Meine Nabelschnur ist mit Dänemark verbunden. Weder 50 Jahre in der Schweiz, eine gute Ehe und zwei inzwischen erwachsene Mädchen in diesem Land können das ändern“, erklärt Hanne und fährt fort: „Als ich Smedager und die Landschaft zum ersten Mal sah, war ich gerade dabei zu stricken. Die Landschaft erinnert mich an meine Kindheit, als ich als kleines Mädchen in Esbjerg mit meinem Großvater in der Nähe der alten Post spazieren ging, wo es einen alten Storch gab. Mein Großvater hat immer gesagt, es sei ,gefährlich‘, vorbei zu gehen, weil sie über den Rand des Nestes klettern“, sagt Hanne Strasser mit einem Lächeln.

Sein Interesse an Technologie führte Morten zum Storchenfernsehen. Der 55-jährige Morten Larsen, der seit sieben Jahren für ein Softwareunternehmen in Leiden in den Niederlanden arbeitet, hat die Störche im vergangenen Jahr zufällig in Smedager entdeckt. „Ich habe im Internet nach Webcams gesucht, da mich die Technik sehr interessiert, und bin dann in Smedager auf die Webcam gestoßen. Und da ich denke, dass sowohl die Bildqualität als auch der Ton wirklich gut sind, blieb ich stecken und sah viel, besonders während der Coronasperre“ sagt er.

Morten Larsen wird definitiv auch diese Storchsaison verfolgen. „Abgesehen davon, dass mir die Bildqualität gefällt, habe ich letztes Jahr einfach so viel über Störche gelernt. Und da ich wahrscheinlich ein bisschen ein Nerd bin, wenn mich etwas interessiert, suche ich nach vielen Informationen darüber, und jetzt lese ich viel über Störche und ihr Leben. Also werde ich dieses Jahr definitiv wieder folgen, wenn der erste Vogel ankommt“, sagt er.

Ein Paar von den Færøerne (Färöern) ist wild fasziniert von der Vogelwelt in der Nähe. Die 74-jährige Malermeister Magni Jacobsen und seine Ehefrau Karin Jacobsen lieben es, von ihrem Haus auf den Færøerne aus Storchenfernsehen zu schauen. Während der Storchensaison überprüfen sie mehrmals täglich das Nest in Smedager.

Auf den Færøerne gibt es keine Störche, und das Paar beobachtet nicht nur das Storchennest, sondern liest auch etwas über Störche und wie sie leben. Und es in einem Storchennest aus nächster Nähe nachverfolgen zu können, fasziniert sie beide sehr.

„Es ist einfach unglaublich aufregend, einen Einblick in das Leben eines Vogels zu bekommen und zu erfahren, dass Störche Jahr für Jahr zum selben Nest zurückkehren. Wir bekommen viel Wissen über den Vogel. Wir wechseln zwischen den Kameras in Smedager und in Bækmarksbro, weil wir beide Orte folgen wollen und wir denken, dass es immer aufregender wird“, erklärt Magni Jacobsen.

Folgen Sie 24 Stunden täglich dem Storchenleben im Nest in Smedager hier:

https://www.tvsyd.dk/storkereden

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 03.04.2021

Foto: TV SYD