Ihre abgeschnittenen Haarsträhnen können in die Wildnis geworfen werden, wo sie dazu beitragen können, Vögel zu retten, indem sie sich wärmen und vor Kälte isolieren können. Es ist Zeit für den großen Abschied von der „Corona-Mähne“ und ein guter Tag für den Frühlingsfrisur, weil die Bürger im größten Teil des Landes ab dem gestrigen Dienstag nach fast viermonatiger Schließung wieder auf den Friseurstühlen Platz nehmen konnten.

Laut dem Biologen Anders Kofoed sollten die langen Coronahaare jedoch nicht in den Mülleimer gelangen. „Es ist Frühling und die Vögel bauen Nester. Sie brauchen etwas Warmes, um ihre Nester auszufüttern. Also würde ich die Leute dazu ermutigen, ein paar kleine Haarbündel zusammenzubinden und sie dort aufzuhängen, wo die Leute normalerweise Futterbälle aufhängen“, sagt er zu TV 2 Lorry und fährt fort: „Wir haben Haare auf dem Kopf, weil sie wärmend und isolierend sind. Daher ist es ebenso ein geniales Material zum Erwärmen von Eiern und Jungtieren.“

Lange Haarsträhnen sollten in kleinere Stücke geschnitten werden Insbesondere empfiehlt Ihnen der Biologe, die abgeschnittenen Haarsträhnen in kleinen Haarballen oder Haufen zu sammeln, aus denen die nestbauenden Vögel selbst auswählen können. In diesem Zusammenhang ist laut Anders Kofoed die Haarmenge untergeordnet.

Jedoch sollte man auf die Länge des Haares achten, bevor man es in der Natur auslegt. „Menschenhaar ist wahnsinnig stark. Einige können befürchten, dass es sich um die Füße der Vögel wickeln könnte. Ich empfehle daher, es etwas zu kürzen und darauf zu achten, dass die Haarsträhnen etwas kürzer sind, damit Sie keine 50 Zentimeter langen Haare wegwerfen. Persönlich habe ich jedoch nichts gesehen, was zeigt, dass es für die Vögel tatsächlich gefährlich sein kann“,sagt er.

Aber nicht nur menschliches Haar kann gesammelt und mit den Vögeln geteilt werden. Sie können auch Tierhaare von Ihren frisch geschnittenen Haustieren verwenden. „Vögel pflücken seit Millionen von Jahren Haare von anderen Tieren und tun es die ganze Zeit. Sie tun dieses in Afrika, Nordamerika und Asien, überall dort, wo es pelzige Tiere gibt, gibt es Vögel, die aus dem Fell etwas stehlen. Es ist ein völlig natürliches Material“, erklärt er.

Er betont jedoch, dass es einen einzigen Vorbehalt gibt, den man annehmen sollte. „Wenn Sie allerdings einen Hund haben und ihm beispielsweise ein Flohheilmittel gegeben haben, sollten Sie diese Fellhaare nicht auslegen, denn Sie haben Ihrem Hund ein Gift verabreicht, und es sollte nicht auf kleine Küken übergehen. Haarspray, Gel oder Shampoo mit Parfüm sind jedoch nicht unbedingt so gefährlich. Es ist kein Problem, weil das Haar nicht gefressen wird, sondern lediglich ein Material ist, auf dem die Vögel liegen. Darum müssen Sie sich also keine Sorgen machen“, sagt Anders Kofoed.

Quelle: TV LORRY – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 07.04.2021

Foto: TV LORRY