Fischereiminister Rasmus Prehn (socialdemokraterne) lobt den dänischen Fischereiverband PO für den Abschluss eines Abkommens mit den niederländischen Kollegen, die der Fischerei durch größere Baumtrawler im Skagerak ein Ende setzen.

Die Konflikte mit niederländischen Baumtrawlern im Skagerrak müssen ein Ende haben. Dieses geht aus einer neuen Vereinbarung hervor, die der dänische Fischereiverband PO mit seinen beiden niederländischen Schwesterorganisationen geschlossen hat. Die dänische Fischereivereinigung PO, die seit langem daran arbeitet, die Aktivitäten größerer Strahlentrawler in Küstennähe im Skagerrak einzuschränken, ist sehr zufrieden, da Baumtrawler wiederholt zu Konflikten mit der Küstenfischerei in Dänemark geführt haben, heißt es in einer Pressemittelung.

Fischereiminister Rasmus Prehn lobt den Fischereiverband für das neue Abkommen. „Ich bin wirklich froh, dass die Fischer jetzt den Weg weisen und durch den Dialog dem zerstörerischen Boom des Schleppnetzfischens ein Ende setzen. Es ist wirklich gut, dass wir die zerstörerischen Kettenmatten im Skagerrak durch die starke Arbeit des dänischen Fischereiverbandes und seiner niederländischen Kollegen begrenzen“, heißt es vom Minister in einer schriftlichen Nachricht an TV2 Nord.

Im dänischen Fischereiverband arbeiten wir hart daran, eine bessere Meeresumwelt zu gewährleisten. Daher haben wir in Zusammenarbeit mit DN 10% unberührtes Meer vorgeschlagen. Und mit dieser Vereinbarung machen wir einen weiteren Schritt in Richtung einer besseren Meeresumwelt. Dies sollte der Meeresumwelt zugute kommen und der dänischen und niederländischen Fischerei zugute kommen“, sagt der Vorsitzende des dänischen Fischereiverbandes, Svend-Erik Andersen.

Das Abkommen ist sehr aktuell, welches das Folketing diese Woche eine Resolution prüfen wird, die die Regierung dazu verpflichten soll, mit der EU zusammenzuarbeiten, um das Fischen mit Baumschleppnetzen in der Nordsee und im Skagerrak völlig zu verbieten.

Ein Verbot muss von der EU kommen, da durch die gemeinsame Fischereipolitik der EU festgelegt wurde, welche Fanggeräte in allen EU-Gewässern, einschließlich der Nordsee und des Skagerrak, gefischt werden dürfen. Dieses ist Teil der Erklärung, warum die Fischereiindustrie die Angelegenheit jetzt selbst in die Hand genommen hat.

„In der dänischen Fischerei sind wir stolz darauf, Verantwortung zu übernehmen. Dieses gilt sowohl für die Fischerei als auch für die Meeresumwelt. Das haben wir immer getan und werden es auch weiterhin tun. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen, und im Dialog mit unseren niederländischen Kollegen haben wir eine freiwillige Vereinbarung getroffen, mit der ich sehr zufrieden bin“, sagt Svend-Erik Andersen.

Kettenmatten sind ebenfalls Teil des Geschäfts Die freiwillige Vereinbarung zwischen den Fischereiorganisationen bedeutet, dass alle Fischereien mit Schleppnetzen innerhalb von 12 Seemeilen vor der dänischen Küste im Skagerrak eingestellt werden. Darüber hinaus haben die Parteien vereinbart, dass die sogenannten Kettenmatten nicht mehr in allen Fischereigebieten im Skagerrak verwendet werden dürfen.

Die Verwendung von Kettenmatten ist für die Meeresumwelt sehr stressig und ermöglicht das Fischen, wo beispielsweise ein gewöhnliches Schleppnetz nicht fischen kann. Der Fischereiminister betont gegenüber TV2 Nord seine fortgesetzte Unterstützung und aktive Teilnahme am Kampf gegen das zerstörerische Fanggerät. „Ich werde weiterhin auf ein EU-Verbot von Schleppnetzen hinarbeiten. Es ist unser klares Ziel, dass die Verwendung von Kettenmatten vollständig eingestellt wird. Wir brauchen verbindliche Vereinbarungen, was langfristig bedeutet, dass wir uns an anderen gefährdeten Orten auf unserem Meeresboden nicht in gleichen Situation befinden werden“, sagt Rasmus Prehn.

Quelle TV NORD – übersetzt und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 07.04.2021

Foto: TV NORD