(Aabenraa) – Ein Teil des Verkehrsvorschlags der Regierung sieht eine zweigleisige Bahnlinie zwischen Tinglev und Padborg vor. Der Bürgermeister der Lommune Aabenraa freut sich, dass es endlich geschieht. Seit 27 Jahren steht der Plan auf den Schreibtischen von insgesamt 14 Verkehrsministern. Der Plan, die 12 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Tinglev und Padborg zweigleisig zu machen.

Jetzt sieht es so aus, als würde der Plan in die Tat umgesetzt. In jedem Fall wird die Regierung eine UVP-Studie einleiten und 800 Mio. Kronen (107,5 Mio. Euro) für den Bau bereitstellen. Dieses ist in der Projektübersicht für die Region Süddänemark angegeben.

Thomas Andresen (Venstre / Rechtsliberale Partei) ist seit 2014 Bürgermeister der Gemeinde Aabenraa. Für ihn scheint das Warten nun vorbei zu sein: „Ich freue mich sehr darüber. Daran wird seit vielen Jahren gearbeitet, und wir sind uns nie näher gekommen als jetzt“, sagt er.

In der Projektübersicht heißt es, um die Kapazität der Linie zu erhöhen. Gleichzeitig wird der Zugverkehr durch die Doppelspur weniger anfällig für unerwartete Situationen. Zum Beispiel, als durch ein Unfall im Jahr 2012 die Strecke für mehrere Wochen geschlossen wurde.

Eine von der COWI für die Region Syddanmark (Süddänemark) im Jahr 2016 durchgeführte Studie ergab, dass mit einer zweigleisigen Strecke zwischen Tinglev und Padborg jährlich 400.000 Lastwagen auf der sønderjyske (südjütischen) Autobahn eingespart werden können.

Auf dieser Strecke wird es wahrscheinlich Doppelspuren geben. Foto: Transport- og Boligministeriet

Ellen Trane Nørby (Venstre), Abgeordnete des Parlaments im Sydjyllands Storkreds (Südjütlands Großkreis) und Bürgermeisterkandidatin in der Kommune Sønderborg, ist ebenfalls zufrieden mit der Entwicklung des Falls. Sie sagt, dass der zweigleisige Abschnitt „durchgehend“ Teil des Vorschlags der Venstre Partei war. „Wir sind viele, die über eine wirklich lange Anzahl von Jahren gesprochen und gekämpft haben“, sagt sie und fügt an: „Wir müssen jetzt die Schienen verlegen, damit die Züge auch regelmäßiger fahren können. Sowohl wenn wir über Fracht sprechen, als auch wenn wir über Personenverkehr sprechen.“

Ellen Trane Nørby (Venstre) ist wie Thomas Andresen (Venstre) froh zu sehen, dass die Pläne für Doppelspuren einen Schub bekommen haben. Foto: Ole Møller, TV SYD

Der kürzlich angekündigte Transportvorschlag sieht außerdem vor, dass die Regierung die Möglichkeit prüfen wird, dass deutsche Züge künftig auch die Strecke von Flensburg nach Tinglev bedienen können. Die Strecke ist Teil einer langen Zugverbindung zwischen Stockholm und Süditalien. Die 12 Kilometer zwischen Tinglev und Padborg sind die einzigen, die noch nicht zweigleisig ausgebaut wurden.

Zeitleiste: Die Doppelspur von Vamdrup nach Padborg

  • 1993: Es werden Studien durchgeführt, um den Preis für den Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Vamdrup und Padborg zu ermitteln, und das Folketing verabschiedet ein Baugesetz, das den Bau eines zusätzlichen Gleises ermöglicht. Gleichzeitig beschließt das Folketing, auf dem mittleren Teil der Strecke zwischen Vojens und Tinglev eine zusätzliche Spur zu erstellen.
  • 1997: Die Doppelspur zwischen Vojens und Tinglev wird fertiggestellt.
  • 2009: Das Folketing beschließt, Geld zu reservieren, um den verbleibenden nördlichen Teil des Abschnitts zwischen Vojens und Vamdrup zu erweitern. Gleichzeitig werden die Preiserhebungen aktualisiert, um die zusätzliche Strecke im nördlichen Teil zwischen Vojens und Vamdrup und im südlichen Teil zwischen Padborg und Tinglev hinzuzufügen.
  • 2012: Geld wird für Doppelspuren zwischen Vojens und Vamdrup bereitgestellt.
  • 2013: Das Beratungsunternehmen Atkins schätzt, dass es 800 Millionen (Preise für 2020) kosten würde, eine zusätzliche Strecke zwischen Padborg und Tinglev hinzuzufügen.
  • 2015: Die Doppelspur zwischen Vojens und Vamdrup ist fertiggestellt.
  • 2021: Die Regierung schlägt in Transportvorschlägen Doppelspuren zwischen Tinglev und Padborg vor

Quelle: Transport- og Boligministeriet

Es ist noch ein langer Weg, bis mit dem Bau begonnen werden kann, aber sowohl Thomas Andresen als auch Ellen Trane Nørby glauben, dass die Doppelspur Realität werden wird. „Die Regierung bringt es vor, und dann haben wir von mehreren anderen Parteien gehört, dass sie den Vorschlag unterstützen. Wir sind daher der Ansicht, dass sie jetzt die Voruntersuchung einleiten, damit daraus etwas werden kann“, sagt der Bürgermeister der Kommune Aabenraa.

Eine der „anderen Parteien“ muss die von Thomas Andresen sein – die Venstre Partei, die gegenüber der Regierung in der Opposition ist. Der Abgeordnete der Venstre Partei stimmt der Annahme des Bürgermeisters zu.

„Ich denke, die politischen Winde wehen in die Richtung, in der alle dafür sind. Hoffentlich können wir jetzt die Schienen verlegen“, sagt Ellen Trane Nørby.

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 09.04.2021

Fotos: TV SYD / Transport- og Boligministeriet / Ole Møller