(Flensburg) – Freitagabend gegen 22:00 Uhr kontrollierten Bundespolizisten im Flensburger Bahnhof einen jungen Mann, der dort ohne Mund-Nasen-Schutz lief. Die Beamten wiesen ihn auf die Tragepflicht hin und dieser kramte widerwillig seinen M-N-S aus der Hosentasche. Dabei fiel ein Tütchen heraus. Der 18-Jährige gab an, es handele sich um Taschentücher.

Da der Verdacht bestand, dass er Drogen mitführte, wurde er mit zur Dienststelle genommen. Beim Ablegen der Kleidung fiel eine Pistole aus dem Hosenbund des 18-Jährigen. Bei der Durchsuchung fanden die Bundespolizisten neben dem Marihuana noch sieben weitere Tütchen mit Kokain. Insgesamt kamen fast 13 Gramm Betäubungsmittel zum Vorschein.

Bei der Pistole handelte es sich um eine Schreckschusswaffe. Der Mann hatte jedoch keinen kleinen Waffenschein und war somit nicht zum Führen der Waffe berechtigt.

Der junge Mann muss nun mit Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffen – und Betäubungsmittelgesetz rechnen. Die Waffe und die Drogen wurden sichergestellt (siehe Bild).

Nur eine Stunde später wurde ein 52-jähriger Pole, der von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden sollte, von Bundespolizisten kontrolliert. Der Mann hatte keine Fahrkarte und war stark alkoholisiert. Ein Atemalkoholtest ergab einen Promillewert von 3,16. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Bereits Mittags kontrollierte eine Streife einen 30-jährigen Mann aus Kamerun im Bahnhof, nachdem er versucht hatte, ohne notwendige Dokumente nach Dänemark einzureisen. Auch für Deutschland reichten seine Dokumente nicht aus und so musste er den Beamten auf die Wache folgen. Hier kam dann bei der Durchsuchung noch eine geringe Menge (1,7 Gr.) Marihuana zum Vorschein. Der Mann muss sich jetzt wegen Verstoßes gegen das Aufenthalts- und Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Flensburg vom 19.04.2021 um 09:54 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 19.04.2021

Foto: Archivbild