Die schrittweise Öffnung der dänisch-deutschen Grenze veranlasste Grenzpendler, einen offenen Brief an die dänische Regierung und das Folketing zu senden. Sie wollen, dass die Politiker etwas tun, damit es bei der Einreise nach Dänemark keine stundenlangen Warteschlangen gibt.

Die vielen Pendler, die täglich von Schleswig-Holstein nach Dänemark reisen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen, befürchten, dass an den Grenzübergängen erneut Chaos herrscht, wenn die Regeln für die Einreise nach Dänemark ab dem morgigen 21. April schrittweise gelockert werden.

„Wir wollen vermeiden, dass die gleiche Situation entsteht wie im letzten Jahr. Hier gab es stundenlange Warteschlangen, die sowohl für die Pendler als auch für die Geschäftswelt störend waren“, sagt die Krankenschwester und Pendlerin Sabrina Johansen. Sie ist Sprecherin für Grenzpendler

„Ich möchte es sehen, bevor ich es glaube“, sagt sie. Daher haben die Grenzpendler aus Schleswig-Holstein einen Brief an die Politiker geschickt, in dem sie auf das Problem aufmerksam gemacht haben, und sie haben auch einige Vorschläge, wie lange Warteschlangen vermieden werden können.

„Wir möchten, dass einer der Grenzübergänge Pendlern und Anwohnern auf beiden Seiten der Grenze vorbehalten ist. Es könnte Padborg sein, der sich zwischen den Übergängen in Kruså und Frøslev befindet“, sagt Sabrina Johansen. Eine andere Option, die die Pendler vorschlagen, besteht darin, einen der offenen Übergänge um eine Pendlerbahn zu erweitern, denn sie haben aus dem letzten Jahr gelernt.

Im Büro des Bürgermeisters in Aabenraa bereiten sie sich ebenfalls auf die bevorstehende Grenzöffnung vor. Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre / Rechrsliberale Partei) glaubt jedoch nicht, dass es im gleichen Chaos wie im letzten Jahr enden wird.

„Wir haben viel Erfahrung gesammelt, auf die wir zurückgreifen können. Gleichzeitig sind diesmal mehrere Grenzübergänge geöffnet. Deshalb glaube ich nicht, dass es so schief geht“, sagt Thomas Andresen. Der Bürgermeister sagt auch, dass eine Vereinbarung mit den deutschen Behörden, die Pendler und Touristen auf ihren jeweiligen Spuren zu verteilen, einige der schlimmsten Warteschlangenprobleme im letzten Jahr gelöst habe.

Laut Sabrina Johansen gibt es bereits Anzeichen für mehr Verkehr an der Grenze, und wenn einige der ersten Lockerungen ab morgen, dem 21. April, wirksam werden, befürchtet sie, dass es der Startschuss für lange Warteschlangen in den kommenden Monaten sein wird.

Sabrina Johansen lebt in Flensburg und arbeitet in Aabenraa. Sie hat den Brief im Namen der Pendler unterschrieben.

Lesen Sie den Brief hier:

Quelle: TV SYD – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 20.04.2021

Fotos: TV SYD