(Neustadt/H.) – Am gestrigen Donnerstag informierte gegen 14:40 Uhr die Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger das Einsatzschiff BP 24 „BAD BRAMSTEDT“ der Bundespolizei See über zwei hilflose Personen in der Neustädter Bucht.

Diese hatten sich leicht bekleidet in kurzen Hosen und T-Shirt mit ihren Stand-Up-Paddling-Boards auf die Ostsee gewagt. Beide unterschätzten die vorherrschenden Wetterbedingungen und trieben Richtung offene See. Die Situation erkennend, wählten sie selbst den Notruf.

Die BP 24 befand sich zu diesem Zeitpunkt acht Kabel (ca. 1500 Meter) von der Position der Personen entfernt. Die Besatzung des Bundespolizeischiffes nahm unmittelbar Sichtkontakt zu den Verunfallten auf. Die Beiden knieten auf ihren Boards und gaben mit ihren Armen Notsignale.

Ein zu Wasser gelassenes Kontrollboot des Maritimen Schulungs- und Trainingszentrum der Bundespolizei See nahm die Paddler auf und rettete sie aus der Notsituation. Bei einer Wassertemperatur von drei Grad waren sie bereits sehr stark unterkühlt.

Nach Einlaufen in den Bundespolizeihafen Neustadt in Holstein konnten die beiden männlichen Personen dem Rettungsdienst übergeben werden.

Quelle: Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt vom 23.04.2021 um 12:09 Uhr

überarbeitet und veröffentlicht von

Günter Schwarz – 23.04.2021

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