Illegale Verkäufe von Lachgas finden in gewissem Umfang noch immer statt, urteilt die Sikkerhedsstyrelsen (fSicherheitsbehörde) in einer Bewertung. Der Absatz von Lachgas ist deutlich zurückgegangen, nachdem im vergangenen Jahr eine politische Mehrheit das Lachgasgesetz verabschiedet hatte, das die Beschaffung von Lachgas erschwerte.

„Aber es gebe immer noch einen gewissen illegalen Verkauf, und deshalb werde die Regierung die Parteien hinter dem Gesetz zu Gesprächen einladen“, sagt Wirtschaftsminister Simon Kollerup (Socialdemokraterne). „Es müssen noch Lücken geschlossen werden. Daher werde die Regierung im Herbst die Einigungsgruppe hinter dem Lachgasgesetz zu Diskussionen einberufen, damit wir gemeinsam das Gesetz anpassen können“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Lachgasgesetz untersagte unter anderem den Verkauf von Lachgas an Jugendliche unter 18 Jahren und den Verkauf von mehr als zwei Kartuschen gleichzeitig an Privatpersonen. Auch Geschäften, die unter anderem Tabak und Alkohol verkaufen, wurde der Verkauf von Lachgas untersagt.

Eine Auswertung des Erhvervsministeriets (Handels- und Industrieministeriums) zeigt, dass sich die Zahl der Dänen, die sich nach dem Konsum von Lachgas mit Verletzungssymptomen an die Giftlinie genähert haben, seit Inkrafttreten des Gesetzes am 10. Juni letzten Jahres fast halbiert hat.

Das Sundhedsstyrelsen (Gesundheitsamt) stellt daher fest, dass der Missbrauch von Lachgas allgemein zurückgegangen ist. Die Sikkerhedsstyrelsen schätzt jedoch ein, dass der Verkauf von Lachgas-Kartuschen bis zu einem gewissen Grad noch immer illegal ist, auch in sozialen und ausländischen Medien. Daher empfiehlt die Sikkerhedsstyrelsen, die derzeitige Überwachung sowohl der physischen Geschäfte als auch des Online-Geschäfts fortzusetzen.

„Ein Lachgasmissbrauch kann für junge Menschen schlimme Folgen haben, deshalb ist es positiv, dass es schwieriger geworden ist, Lachgaskartuschen zu Rauschzwecken zu beschaffen“, sagt Gesundheitsminister Magnus Heunicke. „Wir sehen aber noch Herausforderungen unter anderem beim illegalen Verkauf von Lachgas-Kartuschen. Auch dieses muss angegangen werden. Ich möchte die Entwicklung aufmerksam verfolgen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass sich die Gesellschaft inzwischen wieder geöffnet hat und immer mehr junge Menschen mit Partys und Festivals in den Alltag zurückkehren“, sagt er.

Quelle: TV LORRY – übersetzt und bearbeitet von

Günter Schwarz – 06.09.2021

Fotos: TV LORRY