Mit der Zeitumstellung in der vergangenen Nacht von Samstag auf Sonntag müssen sich Kraftfahrer bezüglich des Wildwechsels auf veränderte Zeiten einstellen. Die Zeitumstellung hat Auswirkungen auf Natur und Tierwelt, denn die eine Stunde vor heißt auch, dass es morgens erst später hell wird.

Durch das Zurückstellen der Uhren ändern sich die Gewohnheiten der Tiere nicht, jedoch müssen Kraftfahrer dann bereits in den späten Nachmittagsstunden verstärkt mit Wildwechsel auf allen Kreis- und Landesstraße sowie auf den Bundesstraßen und Autobahnen rechnen. Gerade zu dieser Zeit sind dann viele Wildtiere zur Futtersuche unterwegs und überqueren dabei auch vielbefahrene Straßen.

Tiere hören auf ihren Biorhythmus und interessieren sich nicht für Uhren und die für Menschen gültige Zeit. Tiere haben ihre eigene starke innere Uhr, was sich auch an den Haustieren beobachten lässt. Sie zeigen sich von der Zeitumstellung unbeeindruckt und scharren zu der für sie normalen Zeit mit den Pfoten.

Bei Tieren in freier Wildbahn ist es auch nicht anders, da diese ihr Fressverhalten ebenso abhängig von ihrem eigenen Hungergefühl machen. Dieser orientiert sich am Sonnenstand. So sind Wildtiere in der Dämmerung besonders aktiv. Auch gegen Abend, wenn es langsam dunkel wird, sollten Autofahrer/innen in Wäldern und an Übergängen von Waldgebieten zu Feldern deshalb vorausschauend fahren.

Wildunfälle machen istatistisch gesehen knapp 40 Prozent am Gesamtunfallaufkommen aus. Angesichts der beträchtlichen Wildunfallzahlen appelliert die Polizei erneut zur vorausschauenden und angepassten Fahrweise. Insbesondere zu den Tagesdämmerungszeiten sowie auf ausgeschilderten Streckenabschnitten muss vermehrt mit Wildwechsel gerechnet werden.

Sollte es trotz aller Umsicht zu einem Wildunfall gekommen sein, ist umgehend die Polizei zu informieren.

von

Günter Schwarz – 31.10.2021

Foto: Archivbild